Lexikon
Börsenlexikon
A–Z


Verständliche Erklärungen zu allen wichtigen Börsen- und Trading-Begriffen — kompakt, klar und auf einen Blick.
- 211 Begriffe
- laufend ergänzt
- Stand 09/2026
A
6 Einträge
Aktien
Was sind Aktien?
Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert. Der Aktienkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse.
Aktiv gemanagter Fonds
Was ist ein Aktiv gemanagter Fonds?
Anlageklasse
Was sind Anlageklassen?
Anleihen
Was sind Anleihen?
Mit einer Anleihe nehmen Großschuldner längerfristige Darlehen auf. Großschuldner sind in der Regel die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden), Unternehmen und Banken. Anleihen haben genau festgelegte Bedingungen für die Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen und gelten daher als sehr sichere Anlagemöglichkeit. Die bekanntesten Anleihen sind Staats– und Unternehmensanleihen.
Anteilseigner
Was ist ein Anteilseigner?
Ein Anteilseigner kann sowohl eine natürliche als auch juristische Person sein, welche einen Anteil an einem Unternehmen hält. Bei einer GbR, also einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, sind das beispielsweise die Gesellschafter der Firma. Bei einer Aktiengesellschaft, kurz AG, sind die Aktionäre die Anteilseigner des Unternehmens.
ATX
Was ist der ATX?
Der ATX ist ein von der Wiener Börse entwickelter und in Echtzeit berechneter Preisindex, der das Blue Chip-Segment des österreichischen Aktienmarktes abdeckt und die rund 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse enthält.
B
17 Einträge
Backtest
Was ist ein Backtest?
Beim Backtest wird eine Handelsstrategie auf historische Kursdaten angewendet, um zu prüfen, wie sie sich in der Vergangenheit geschlagen hätte. Das liefert erste Anhaltspunkte zu Trefferquote, Gewinn und Risiko, ersetzt aber keinen Test unter echten Marktbedingungen. Wer die Parameter so lange anpasst, bis die Ergebniskurve perfekt aussieht, läuft Gefahr der Überanpassung (Overfitting) und einer Strategie, die nur in der Vergangenheit funktioniert.
Backwardation
Was ist eine Backwardation?
Von einer Backwardation spricht man, wenn die zukünftigen Kontrakte der Future Terminstruktur einen niedrigeren Preis haben als der aktuelle Frontkontrakt, also der Kontrakt, welcher als nächstes abläuft. Es handelt sich um einen Sonderzustand der Terminkurve und spricht in den Rohstoffmärkten für eine starke Angebotsverknappung, die üblicherweise zu steigenden Preisen führt.
Bankenbroker
Was ist ein Bankenbroker?
Bei nahezu jeder Hausbank hast Du die Möglichkeit, ein Depot zu eröffnen, über welches Du dann Wertpapiere an der Börse handeln kannst. Dies geschieht bei einem Broker, welcher Deiner Hausbank angeschlossen ist. Oftmals sind die Namen dieser Broker an die Mutterbank angelehnt.
Der Broker der Sparkasse heißt beispielsweise S Broker, bei der Deutschen Bank ist es maxblue. Der Vorteil eines solchen Bankenbrokers ist, dass Du all Deine Konten unter einem Dach hast. Sie sind allerdings im Verhältnis zu unabhängigen Brokern oftmals sehr viel teurer hinsichtlich der Gebühren.
Bargeldüberschuss
Was ist ein Bargeldüberschuss?
Ein Bargeldüberschuss sind die baren, finanziellen Mittel, die am Ende einer bestimmten Zeitperiode nach Abzug aller Kosten und Ausgaben übrig sind.
Bewertungskennzahlen
Was sind Bewertungskennzahlen?
Mithilfe von sogenannten Bewertungskennzahlen ist es möglich, die Bilanzen von Unternehmen auszuwerten und mit den Abschlüssen der Konkurrenz zu vergleichen. Dabei werden verschiedene Größen der Bilanz zueinander ins Verhältnis gesetzt. Somit kann die Rentabilität, finanzielle Stabilität und Liquidität gemessen und ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt werden.
Bilanz
Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz zeigt die Vermögenswerte im Vergleich zu den Schulden eines Unternehmens. Sie verschafft Übersicht und hilft, den Erfolg eines Unternehmens zu ermitteln und dessen finanzielle Situation abzubilden.
Blue Chips
Was sind Blue Chips?
"Blue Chips" ist die Bezeichnung für Aktien großer Unternehmen. Benannt sind sie nach den blauen Chips im Casino Monte Carlo, da sie den höchsten Wert hatten.
Briefkurs
Was ist der Briefkurs?
Der Briefkurs ist der minimale Preis, den ein potenzieller Verkäufer gerade bereit ist, für seine Ware zu akzeptieren.
Broker
Was ist ein Broker?
Broker ist die englische Bezeichnung für einen Wertpapierhändler, der im Auftrag eines Kunden Geschäfte an der Börse ausführt. Für Geschäfte an der Börse brauchen Privatpersonen ein Konto bei einem Broker.
Bruttoanlagevermögen
Was ist das Bruttoanlagevermögen?
Sämtliche Werte eines Unternehmens, das können beispielsweise Maschinen, Möbel oder Bürogeräte sein, unterliegen mit der Zeit einem Werteverfall. Das Bruttoanlagevermögen spiegelt den Neuwert aller Anlagen einer Firma wider, ohne dabei diesen Werteverfall in Form von Abschreibungen mit einzukalkulieren. Demgebenüber steht das Nettoanlagevermögen, welches den Wert aller Anlagen des Unternehmens abzüglich der Abschreibungen wiedergibt.
Bruttogewinn
Was ist der Bruttogewinn?
Beim Bruttogewinn handelt es sich um den rohen Gewinn eines Unternehmens vor sämtlichen Kosten, Zinsen, Abschreibungen und Steuern.
Bruttogewinnmarge
Was ist die Bruttogewinnmarge?
Wenn man den Gewinn eines Unternehmens vor Steuern durch die Herstellungs- und Verkaufskosten teilt, erhält man die Bruttogewinnmarge. Sie zeigt, ob ein Unternehmen trotz Ausgaben Gewinne erzielt. Der Wert sollte stets branchenintern verglichen und bewertet werden.
Buchverlust
Was ist der Buchverlust?
Wenn Du ein beliebiges Handelsprodukt, wie zum Beispiel eine Aktie, Anleihe oder einen Future, an der Börse kaufst, so eröffnest Du damit einen sogenannten Trade. Solange Du diesen Trade offen hältst, also Dein Handelsprodukt nicht wieder verkaufst, unterliegt Dein Kontowert permanenten Schwankungen, da sich ja der Preis Deines Handelsproduktes ununterbrochen ändert. Verteuert sich dessen Preis, so erzielst Du Buchgewinne. Das bedeutet, Du befindest Dich mit Deinem Trade zwar im Gewinn, dieser ist jedoch unrealisiert, da Du das Handelprodukt ja immernoch besitzt und sich dessen Wert ändern kann. Verbilligt sich dessen Preis, so musst Du Buchverluste hinnehmen, denn Du besitzt zwischenzeitlich weniger Geld als zu Beginn Deiner Investition. Erst durch das Verkaufen der Handelsklasse wird aus dem Buchgewinn und Buchverlust ein realisierter Gewinn oder Verlust, der sich auch nicht mehr ändern kann, da Du den Trade ja nun geschlossen hast.
Buchwert
Was ist der Buchwert?
Der Buchwert beschreibt die Summe aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens abzüglich der Abschreibungen. Er entspricht somit in etwa dem Eigenkapital des Unternehmens.
Börse
Was ist die Börse?
Die Börse ist ein Markt, auf dem für Wertpapiere beziehungsweise Waren Preise gebildet und zur Verfügung gestellt werden. Sie werden dort nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage gehandelt.
Börseninstrumente
Was sind Börseninstrumente?
"Börseninstrument" ist ein anderer Begriff für eine Handelsklasse, die an der Börse oder über einen Broker gehandelt werden kann. Börseninstrumente können beispielsweise Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fonds sein, aber auch Terminkontrakte wie Futures und Optionen sind Börseninstrumente.
Börsenkurs
Was ist der Börsenkurs?
Der Börsenkurs ist generell der aktuell zuletzt gehandelte Preis einer Handelsklasse, wie zum Beispiel einer Aktie. Dieser ändert sich in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage permanent im Laufe des Tages. Wenn am Ende eines Handelstages die Börsenmärkte schließen, wird der als letztes vor Börsenschluss gehandelte Preis der Handelsklasse deren "Schlusskurs" genannt. Reiht man die historischen Schlusskurse des Börsenwertes nebeneinander und verbindet sie mit einer Linie, so ergibt sich daraus der Kurschart.
C
11 Einträge
Call
Was ist ein Call?
Der Call gehört zu der Handelsklasse der Optionen. Er berechtigt den Käufer innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt vom Verkäufer ein sogenanntes Underlying (das kann z.B. eine Aktie oder ein Future sein) zu einem vorher bestimmten Preis zu erwerben. Der Gegensatz zum Call ist der Put. Wird eine Kaufoption nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos.
Candlestickchart
Was ist ein Candlestickchart?
"Candlestick" ist das englische Wort für "Kerze". Diese Darstellungsform von Preisbewegungen wurde im 18. Jahrhundert von einem japanischen Reishändler erfunden und ist heute die am weitesten verbreitete Chartform unter professionellen Tradern. Während ein einfacher Linienchart immer nur den Schlusskurs einer bestimmten Handelsperiode darstellen kann, zeigt ein Kerzenchart übersichtlich Eröffnungs-, Schluss-, Tiefst- und Höchstkurs innerhalb einer bestimmten, zuvor festgelegten Zeitperiode. So erhält der Betrachter auf einen Blick viel mehr wichtige Informationen als durch die Analyse von Liniencharts.
Cash Ratio
Was ist die Cash Ratio?
Das Cash Ratio ist im Verhältnis zum Quick Ratio (Liquidität 2. Grades) und dem Current Ratio (Liquidität 3. Grades) eine eher unbedeutende Kennzahl. Sie beschränkt die Liquidität ausschließlich auf liquide Geldmittel wie Anlagen und Bargeld. Diese werden zur Berechnung durch kurzfristige Verbindlichkeiten geteilt. Je höher das Cash Ratio, desto liquider das Unternehmen. Verbindlichkeiten können also zügig beglichen werden. Ein zu hohes Cash Ratio zeugt jedoch von einer ineffzienten Nutzung des vorhandenen Kapitals.
Cashflow
Was ist der Cashflow?
Der Cashflow gilt als einer der wichtigsten Kriterien bei der Analyse von Unternehmen. Es werden die Einzahlungen und Auszahlungen der Firma gegenübergestellt, um so Aussagen über die Liquidität des Unternehmens treffen zu können. "Cashflow" ist das englische Wort für "Kapitalfluss". Er misst also, wie viel Geld der Firma innerhalb einer bestimmten Zeitperiode zu- oder abgeflossen ist.
CFDs
Was sind CFDs?
CFDs sind wie eine Wette mit dem Broker. Der Wetteinsatz ist quasi die Kursdifferenz ab Beginn des Trades. Wenn Du also mit Deiner Einschätzung Recht hast, schuldet Dir der Broker die Kursdifferenz, sobald Du die Position schließt. Solltest Du daneben gelegen haben, schuldest Du dem Broker das Geld. CFDs werden nicht an der Börse gehandelt, basieren preislich aber auf börsengehandelten Wertpapieren und Kontrakten wie Aktien, Futures oder Indizes. Für CFDs gibt es spezialisierte CFD Broker.
Chart
Was ist ein Chart?
Unter einem Chart versteht man die grafische Darstellung des Kursverlaufs eines Börseninstruments. Unterschiedliche Chartmodelle können Zeit, Preis und Volumen ins Verhältnis zueinander setzen. Der wohl bekannteste Chart ist ein Linienchart, welcher die Schlusskurse der Handelstage zeitlich hintereinander darstellt, wobei diese jeweils über eine Linie miteinander verbunden werden. Es gibt allerdings noch deutliche speziellere Chartformen wie den Candlestick Chart, den Heikin Ashi Chart oder das Market Profile, um nur einige wenige zu nennen. Mithilfe solcher Charts können Trader mehr Informationen aus der grafischen Darstellung gewinnen, die ihnen beim Handel von Nutzen sein können.
Contango
Was ist ein Contango?
Von einem Contango spricht man, wenn die zukünftigen Kontrakte der Future Terminstruktur einen höheren Preis haben als der aktuelle Frontkontrakt, also der Kontrakt, welcher als nächstes abläuft. Es handelt sich um den Normalzustand der Terminkurve.
Cost Average Effect
Was ist der Cost Average Effect?
Der Cost-Average-Effekt ist ein Phänomen, welches beim langfristigen Investieren mittels einer festen Sparsumme auftritt. Wenn Du beispielsweise jeden Monat 100 Euro in einen Fonds investierst, dann wirst Du teilweise bei höheren und teilweise bei niedrigeren Preisen kaufen. Hierdurch ergibt sich auf Dauer ein Durchschnittspreis. Bei volatilen oder seitwärts verlaufenden Märkten kann so oftmals ein besserer durchschnittlicher Kaufpreis erzielt werden als mit einer Einmalinvestition.
CoT Daten
Was sind CoT Daten
Händler, die an den Future Märkten unterwegs sind, müssen ab einer gewissen Handelsgröße (die für jeden Markt unterschiedlich ist) wöchentlich veröffentlichen, welche Positionen sie halten. Diese Daten werden von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) gesammelt veröffentlicht. Diese Daten nennt man dann den CoT Bericht bzw. die CoT Daten. CoT steht für Commitment of Traders.
CRV / Chance-Risiko-Verhältnis
CRV - Chance-Risiko-Verhältnis
Das Chance-Risiko-Verhältnis wird durch den möglichen Gewinn und möglichen Verlust eines Trades berechnet. Wenn man mit einer Position z.B. 100 $ gewinnen aber nur 50 $ verlieren könnte, ist das CRV 2:1.
Current Ratio
Was ist die Current Ratio?
Das Current Ratio ist eine beliebte Kennzahl, mit der man feststellen kann, wie schnell ein Unternehmen seine kurzfristigen Schulden begleichen kann. Man teilt dabei die kurzfristigen Vermögensgegenstände (Barmittel, Forderungen, Lagerbestände) durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Wenn die Zahl unter 1 ist, spricht das für Liquiditätsprobleme im Unternehmen. Ein Current Ratio von über 1,7 lässt darauf schließen, dass das Unternehmen seine finanziellen Mittel nicht effektiv einsetzt, was oftmals niedrige Renditen zur Folge hat.
D
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Datenfeed
Was ist ein Datenfeed?
Daytrader und Scalper sind darauf angewiesen, zuverlässige und millisekundengenaue Kursveränderungen direkt von der Börse übermittelt zu bekommen. Diese Kurse können in Form eines sogenannten Datenfeeds bei diversen Anbietern abonniert werden. Dabei gibt es verschiedene Pakete für beispielsweise Aktien, Futures, Future Optionen oder weitere Daten. Die Qualität des Datenfeeds unterscheidet sich teilweise von Anbieter zu Anbieter, daher sollte man sich als professioneller Trader hier gut informieren und Erfahrungen anderer Nutzer mit einbeziehen, bevor man sich für einen Datenfeed entscheidet.
DAX
Was ist der DAX?
Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er beinhaltet die 30 deutschen Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung der Börse Frankfurt und wird in Echtzeit ermittelt.
Daytrading
Was ist Daytrading?
Beim Daytrading werden Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und wieder geschlossen. Bei dieser Haltedauer handelt es sich dementsprechend um eine kurzfristige Form des Börsenhandels. Zum Daytrading eigenen sich viele verschiedene Handelsprodukte, allerdings haben sich Futures bei den meisten Daytradern durchgesetzt.
Dealer Hedging
Was ist Dealer Hedging?
Dealer Hedging ist die Absicherung von Risiken aus Optionspositionen durch einen Dealer. Wenn sich der Kurs des Basiswerts bewegt, kann sich das Delta der Optionen ändern; der Dealer passt seine Gegenposition im Basiswert oder einem verwandten Instrument gegebenenfalls an. Richtung und Umfang dieser Käufe oder Verkäufe hängen von seiner gesamten Nettoposition ab. Aus einem einzelnen Optionsgeschäft lässt sich deshalb kein sicherer Kursverlauf ableiten.
Debitorenlaufzeit
Was ist die Debitorenlaufzeit?
Die Debitorenlaufzeit beschreibt die Anzahl an Tagen, die Kunden im Durchschnitt benötigen, um ihre Rechnungen zu begleichen. Je kleiner diese Zahl ist, desto schneller zahlen die Kunden des Unternehmens, was positiv für dessen Bewertung ist. Von Vorteil wäre es, wenn die Debitorenlaufzeit kürzer als die Kreditorenlaufzeit ist.
Delta
Was ist das Delta einer Option?
Delta ist eine Options-Kennzahl (Grieche): Sie gibt an, wie stark sich der Preis einer Option verändert, wenn sich der Basiswert um einen Dollar bewegt. Ein Delta von 0,5 bedeutet: Die Option bewegt sich halb so stark wie das Underlying. Market Maker nutzen das Delta, um ihre Optionspositionen neutral abzusichern (Delta Hedging).
Demokonto
Was ist ein Demokonto?
Ein Demokonto kann bei nahezu jedem Broker und auch fast jeder Trading Plattform eröffnet weden. Es ist ein kostenloses Spielgeld Konto, mit dem man Strategien ausprobieren kann, ohne echtes Geld zu riskieren.
Depot
Was ist ein Depot?
Als Depot wird Dein Wertpapierkonto bezeichnet. Dieses führst Du bei Deinem Broker (bzw. bei Deiner Hausbank, wenn Du dort auch Wertpapiere handelst).
Derivate
Was sind Derivate?
Differenzbesteuerung
Was ist die Differenzbesteuerung?
Bei der Differenzbesteuerung wird nicht der Umsatz durch den Verkauf einer Ware besteuert, sondern lediglich die Differenz aus Ankaufs- und Verkaufspreis. Aktuell fallen beispielsweise Silbermünzen in Deutschland unter die Differenzbesteuerung, was gerade für private Abnehmer einen großen Vorteil hat. Während die Münzen bis zu Beginn der 2010er Jahre noch mit den vollen 19 % Mehrwertsteuer belegt waren, sind diese für Endkunden nun quasi steuerfrei zu erwerben. Der Verkäufer muss dann lediglich die Umsatzsteuer auf seinen Gewinn abführen.
Discountbroker
Was ist ein Discountbroker?
Discountbroker sind Broker, die sehr geringe Gebühren mit sich bringen. Sie wurden gegründet um der breiten Masse den Zugang zur Börse zu ermöglichen. Finanzieren tun sie sich meist durch den Spread beim Verkauf Deiner Orders an Marketmaker.
Diversifikation
Was ist Diversifikation?
Als Diversifikation bezeichnet man die Streuung bzw. Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen, Branchen oder Wirtschaftsräume. Ein gut diversifiziertes Portfolio sorgt für mehr Sicherheit in Deinem Depot.
Dividende
Was ist eine Dividende?
Die Dividende ist die Auszahlung von Firmengewinnen an Anteilseigner. Wenn Du Aktien besitzt (auch in Form von Fonds), bekommst Du in regelmäßigen Abständen Geld von den Firmen, die Du anteilig besitzt. Die Höhe der Dividende wird auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens festgelegt. Einige Firmen verzichten auf die Dividendenausschüttung.
Dow Jones
Was ist der Dow Jones?
Drawdown Phase
Was ist eine Drawdown Phase?
Die Drawdown Phase ist die Verlustphase. Ein Kurs läuft manchmal in Deine Richtung und manchmal nicht. Wenn nach einer gewissen Gewinn-Zeit der Kurs korrigiert und gegen Dich läuft, spricht man von einer Drawdown Phase. Diese gilt als beendet, wenn Dein Gewinn einen neuen Höchststand erreicht.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Was ist der dynamische Verschuldungsgrad?
Der dynamische Verschuldungsgrad berechnet, wie lange ein Unternehmen benötigen würde, seine vollständigen Schulden mithilfe des derzeitigen Cashflows zurückzuzahlen. Ein Wert zwischen 2-5 Jahren gillt in der Regel als wünschenswert, kann allerdings schwanken. Wie bei den meisten Bilanzkennzahlen sollte der Wert branchenintern verglichen werden.
E
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EBIT
Was ist EBIT?
"EBIT" ist die Abkürzung für "Earnings before interest and taxes", zu Deutsch "Gewinn vor Zinsen und Steuern". Es handelt sich also um den operativen Gewinn, den ein Unternehmen erwirtschaftet hat, bevor es Zinsen an die Fremdkapitalgeber und Steuern an den Staat gezahlt hat.
EBITDA
Was ist EBITDA?
"EBITDA" ist die Abkürzung für "Earnings bevor interest, taxes, depreciation and amortization", zu Deutsch "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Zusätzlich zum EBIT werden beim EBITDA also auch die Abschreibungen nicht vom operativen Gewinn subtrahiert.
Edelmetalle
Was sind Edelmetalle?
Unter Edelmetallen versteht man Metalle, die unter Einwirkung von Umwelteinflüssen wie Luft und Wasser dauerhaft chemisch stabil sind. Sie sind also korrisionsbeständig. Seit Jahrtausenden werden Edelmetalle weltweit für Handel, als Währung aber auch zur Produktion von Schmuck und in der Industrie verwendet. Sie gelten zudem als älteste Anlageklasse der Welt und finden sich bis heute in so gut wie jedem gut diversifizierten Anlageportfolio. Die fünf bekanntesten Edelmetalle, die sich auch als Wertinvestitionen etabliert haben, sind Gold, Silber, Platin, Kupfer und Palladium.
Eigenkapital
Was ist Eigenkapital?
Beim Eigenkapital spricht man auch vom Reinvermögen eines Unternehmens. Es ergibt sich aus der Differenz von Vermögen und Schulden. Durch die Herausgabe von Aktien kann ein Unternehmen Anteile am Eigenkapital an Investoren, die Aktionäre, verkaufen, und somit bei Bedarf neues Kapital zum Wirtschaften einnehmen. Das Eigenkapital steht der Firma dauerhaft zur Verfügung. Dem gegenüber steht die Aufnahme von Fremdkapital durch die Aufnahme von Krediten oder die Ausgabe von Anleihen.
Eigenkapitalquote
Was ist die Eigenkapitalquote?
Die Eigenkapitalquote gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtvermögen ist. Sie hat entsprechend eine sehr ähnliche Aussagekraft wie der Verschuldungsgrad, ist allerdings umgekehrt zu lesen.
Je höher die Eigenkapitalquote, desto weniger abhängig ist ein Unternehmen von Fremdkapital. Das erhöht die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Da Fremdkapital jedoch günstiger ist, sollte die Eigenkapitalquote nicht zu hoch sein, denn sonst zeugt dies von ineffizientem Kapitalmanagement und geht auf Kosten der Rentabilität.
Eigenkapitalrendite
Was ist die Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite teilt den Nettogewinn, also den Gewinn nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen, durch das eingesetzte Eigenkapital. Sie ist eine der gängigsten Kennzahlen für Anteilseigner und bewertet die Rentabilität des Unternehmens. Als Investor möchtest Du natürlich, dass auf Dein eingesetztes Kapital eine möglichst hohe Rendite erwirtschaftet wird. Die Eigenkapitalrendite sollte branchenintern verglichen werden.
Emerging Markets
Was sind Emerging Markets?
Die Emerging Markets, zu Deutsch Schwellenmärkte, nennt man den Wirtschaftsraum der Schwellenländer. Eine verbindliche Liste der Schwellenländer gibt es nicht, ihre Zahl schwankt je nach Liste zwischen 10 und 55.
In der Regel zählen aber China, Taiwan, Korea, Indien, Irland, Südafrika, Brasilien, Russland, Thailand und Mexiko zu den Emerging Markets.
Emissionsbank
Was ist eine Emissionsbank?
Eine Emissionsbank ist ein Finanzinstitut, welches sich darum kümmert, Unternehmen an die Börse zu bringen bzw. neue Wertpapiere zu "veröffentlichen".
Emittent
Was ist ein Emittent?
"Emittent" ist ein anderer Begriff für "Herausgeber". In der Finanzwelt wird der Begriff vor allem für die Herausgeber von bestimmten Anlageklassen und Fonds verwendet. Eine Bank kann beispielsweise selbst Emittent von Wertpapieren oder Zertifikaten sein, sie kann jedoch auch die herausgegebenen Wertpapiere anderer, externer Emittenten weiterverkaufen. Vorsichtig solltest Du sein, wenn Du in eine Anlageklasse investieren möchtest, mit der Du dem sogenannten Emittentenrisiko unterliegst. Das bedeutet, dass Du im Falle einer Insolvenz des Herausgebers im schlimmsten Falle Dein Geld verlieren kannst.
ETCs
Was sind ETCs?
ETC ist die Abkürzung für "Exchange Traded Commodity". Es handelt sich um eine Anlageklasse, die dem bekannten ETF sehr ähnelt. Du kannst einen ETC genau wie eine Aktie oder einen ETF über Dein Brokerkonto kaufen und verkaufen. Der Preis des ETCs bildet sich ebenfalls durch Angebot und Nachfrage. Es handelt sich jedoch nicht um einen klassischen Fonds, sondern eher um eine Schuldverschreibung, die einer Anleihe gleicht. Ausnahme sind hier Edelmetall ETCs, welche das jeweilige Metall physisch kaufen. ETCs werden dazu genutzt, damit Du als Privatanleger einfach und unkompliziert in Rohstoffe investieren kannst. Achtung, eine langfristige Investition in alle Rohstoffe außer den Edelmetallen ist aus diversen Gründen nicht sinnvoll! Die Gründe dafür erfährst Du in unserem Blogbeitrag "Sollte ich langfristig in Rohstoffe investieren?". Darüber hinaus unterliegst Du als Käufer eines ETCs dem Emittentenrisiko!
ETFs
Was sind ETFs?
Bei einem ETF – Exchange Traded Fund – handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds, welcher die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index nahezu identisch abbildet. Auf jeden erdenklichen Index dieser Welt existieren mittlerweile eine Vielzahl an verfügbaren ETFs diverser Anbieter. Genau wie beim aktiv gemanagten Fonds werden mittels des Fondskapitals Aktien oder Anleihen in exakt dem Verhältnis erworben, wie Sie der jeweilige Index enthält.
Wenn der Index nun um 5 % im Kurs steigt, so steigt kongruent auch der Preis des ETFs um etwa 5 %. Die wohl bekanntesten ETFs sind der S&P 500 und MSCI World.
Zum einen hat der ETF den Vorteil, den alle Fonds mit sich bringen: die Diversifikation. Durch eine einfache Geldanlage in einen Fonds kaufst Du eine Vielzahl von Werten gleichzeitig, profitierst von deren durchschnittlicher Wertentwicklung und minderst so das Gesamtrisiko. Während Du als aktiver Aktieninvestor in einem gut diversifizieren Portfolio wohl zwischen 10 und 20 verschiedener Aktien halten wirst, so investiert ein Fonds in dutzende, hunderte oder gar tausende verschiedener Werte.
Der zweite Vorteil von ETFs ist die automatisierte Rendite-Nachbildung von Indizes.
ETNs
Was sind ETNs?
ETN ist die Abkürzung für "Exchange Traded Note". Es handelt sich um eine Anlageklasse, die dem bekannten ETF sehr ähnelt. Du kannst einen ETN genau wie eine Aktie oder einen ETF über Dein Brokerdepot kaufen und verkaufen. Der Preis des ETNs bildet sich ebenfalls durch Angebot und Nachfrage. Es handelt sich jedoch nicht um einen klassischen Fonds, sondern eher um eine Schuldverschreibung, die einer Anleihe gleicht. ETNs werden genutzt, damit Du als Privatanleger einfach und unkompliziert in Geldmarktprodukte wie zum Beispiel Währungswechselkurse, Indizes, Kryptowährungen oder Volatilitätsindizes investieren kannst. Achtung, da es sich um eine relativ junge Anlageklasse handelt, sind ETNs üblicherweise noch sehr illiquide. Darüber hinaus unterliegst Du als Käufer eines ETNs dem Emittentenrisiko.
EV
Was ist EV?
"EV" ist die Abkürzung für "Enterprise Value". Es handelt sich um eine Kennzahl zur Bewertung von Aktiengesellschaften. Im Gegensatz zu den Equitymultiplikatoren, wie zum Beispiel dem KGV, welche die Rendite ausschließlich ins Verhältnis zum Eigenkapital des Unternehmens setzen, bezieht das EV als Entitymultiplikator auch das Fremdkapital mit ein. Der Enterprise Value gibt den Wert einer Firma unter Berücksichtigung ihrer Schulden aus.
EV/EBIT
Was ist das EV/EBIT?
Das EV/EBIT ist eine Kennzahl zur Bewertung von Aktiengesellschaften. Es setzt das EV, also den Enterprise Value, ins Verhältnis zum EBIT, dem Gewinn vor Zinsen und Steuern. Beim EV/EBIT handelt es sich um eine der wenigen Kennzahlen, mit denen es sinnvoll möglich ist, Unternehmen branchenübergreifend miteinander zu vergleichen.
F
14 Einträge
Factsheet
Was ist ein Factsheet?
Herausgeber von ETFs sind dazu verpflichtet, für jeden Fonds ein sogenanntes Factsheet zu veröffentlichen. In diesem Factsheet findest Du übersichtlich sämtliche Informationen, die den Fonds betreffen. Dazu zählen die Länderallokation, die Auflistung der größten im Fonds enthaltenen Aktiengesellschaften, ein allgemeines Risikoprofil sowie eine ausführliche, textliche Beschreibung des Fonds und dessen Zielen.
FIAT Währungen
Was sind FIAT Währungen?
Alle von offiziellen Regierungen anerkannten und unterstützten Währungen werden als FIAT Währungen bezeichnet. "Fiat" ist ursprünglich ein lateinisches Wort und bedeutet "Es geschehe!" beziehungsweise "Es werde!". Der Euro, der US-Dollar, der Schweizer Franken etc. sind Fiatwährungen. Kryptowährungen wie der Bitcoin zählen nicht dazu.
Fibonacci-Retracement
Was ist ein Fibonacci-Retracement?
Ein Fibonacci-Retracement teilt eine zuvor gewählte Kursbewegung zwischen Hoch und Tief in prozentuale Rücklaufmarken. Häufige Marken sind 23,6 %, 38,2 % und 61,8 %; 50 % ist eine ergänzte Halbierung und kein Verhältnis aus der Folge. Die Marken beschreiben mögliche Beobachtungszonen, aber weder eine wahrscheinliche Umkehr noch ein eigenständiges Handelssignal.
Financial Leverage (Ratio)
Was ist die Financial Leverage Ratio?
Diese Kennzahl teilt das durchschnittliche Gesamtvermögen eines Unternehmens durch dessen durchschnittliches Eigenkapital im Laufe eines Geschäftsjahres. Je höher diese Kennzahl steigt, desto höher das Risiko für Investoren, da mehr Fremdkapital aufgenommen werden musste.
Ein niedriger Wert zeugt jedoch von ineffizientem Kapitalmanagement, was häufig auf Kosten der Rentabilität geht. Der Wert sollte stets branchenintern betrachtet werden.
Fixed Charge Coverage
Was ist die Fixed Charge Coverage?
Die Fixed Charge Coverage ist die Zinsdeckung inklusive Leasingraten der Firma. Je höher die Zinsdeckung oder alternativ der Zinsdeckungsgrad, umso leichter kann eine Firma anfallende Zinsen aus dem operativen Gewinn bezahlen.
Die Fixed Charge Coverage ist für Unternehmen, deren Leasinganteil sehr hoch ist, die aussagekräftigere Kennzahl.
FOBO
Was bedeutet FOBO?
FOBO steht für „Fear of Better Options“ – die Angst, dass gleich eine bessere Gelegenheit kommen könnte. Im Trading führt sie zu ständigem Zögern: Statt ein gutes Setup zu handeln, wartet man auf das vermeintlich perfekte – und verpasst dadurch gute Trades.
FOMO
Was bedeutet FOMO?
FOMO steht für „Fear of Missing Out“ – die Angst, eine Bewegung oder Gelegenheit zu verpassen. Sie verleitet dazu, einer Kursbewegung hinterherzuspringen und überstürzt, ohne Plan, in einen Trade einzusteigen – meist zum schlechtesten Zeitpunkt, wenn die Bewegung schon weit gelaufen ist.
Fonds
Was sind Fonds?
Ein Fonds sammelt das Investitionsvermögen von Anlegern, um mit diesem in Wertpapiere oder andere Güter zu investieren. Durch die erhöhte Kaufkraft können so Anlagestrategien umgesetzt werden, die ein einzelner Anleger so nicht hätte realisieren können. Der Fonds kann aktiv gemanagt oder passiv gemangt sein.
Footprint Chart
Was ist ein Footprint Chart?
Der Footprint Chart ist eine Darstellungsvariante von Börsendaten, die getätigte Käufe und Verkäufe eines Finanzprodukts in absoluten Zahlen darstellt. Er findet vornehmlich im Daytrading Gebrauch, kann aber auch für mittelfristig ausgelegte Handelsansätze genutzt werden.
Forex
Was ist Forex Handel?
Forex steht für "Foreign Exchange", es handelt sich um den Interbankenhandel. An den Forex Märkten werden Währungen gehandelt.
Ein einfaches Beispiel wäre: Ich nehme Euro und kaufe damit US-Dollar oder andersherum. Der Handel findet nicht über die Börse, sondern direkt zwischen Banken und Brokern statt. Der Kurs des Währungspaares wird entsprechend vom jeweiligen Finanzinstitut gestellt.
Fremdkapital
Was ist Fremdkapital?
Ein Unternehmen kann Fremdkapital durch die Aufnahme von Krediten oder alternativ die Ausgabe von Anleihen aufnehmen. Für dieses Kapital muss die Firma einen festgelegten Zinssatz an die Gläubiger zahlen. Im Gegensatz zum Eigenkapital, welches die Firma durch die Herausgabe von Aktien erhöhen kann und welches dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung steht, muss das Fremdkapital nach einer festgelegten Frist an die Kapitalgeber zurückgezahlt werden.
Fundamental Analyse
Was ist die Fundamental Analyse?
Die Fundamentalanalyse gehört zu den wichtigsten Werkzeugen bei der Suche nach Investitionen in Einzelaktien. Bei einer Fundamentalanalyse berechnet man anhand von bilanziellen Kennzahlen, ob der aktuelle Kurs über- oder unterbewertet ist. Es ist also eine Methode zur Bewertung und Prognose von Aktienpreisen.
Dabei berücksichtigt man auch das wirtschaftliche Umfeld, also die ganze Branche, in der sich das Unternehmen befindet. In unserem zweiten Kurs zeigen wir eine praktisch gut umsetzbare Methode zur Fundamentalanalyse von Aktien.
Future Börse
Was ist eine Future Börse?
An einer Future Börse können Futures, also börslich gehandelte Terminkontrakte, getradet werden. Die weltweit größte Future Börse ist die in Chicago ansässige CME Group, die sich aus den Tochterbörsen CME, CBOT, NYMEX und COMEX zusammensetzt. Auf dem zweiten Platz folgt die europäische EUREX.
Futures
Was ist ein Future?
Ein Future ist ein standardisierter Terminkontrakt, der die Handelspartner zu einem Geschäft in der Zukunft verpflichtet. Dementsprechend haben Futures auch ein Ablaufdatum. Futures gehören zu der Gruppe der Derivate und man kann mit ihnen viele Produkte handeln. Dazu gehören natürlich Aktien, Indizes und auch Rohstoffe.
Ein vereinfachtes Beispiel: Ein Kaffee-Bauer verkauft einen Kaffee-Future an der Börse. Starbucks kauft einen Kaffee Future. Durch diesen Future steht jetzt schon fest, wie viel Starbucks diesem Kaffee Bauern zahlen muss, wenn der Future ausläuft und die Ware schließlich ausgeliefert werden muss, selbst, wenn das erst in einem Jahr ist.
G
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Gamma
Was ist das Gamma einer Option?
Gamma misst, wie stark sich das Delta einer Option verändert, wenn sich der Preis des Basiswerts bewegt. Je höher das Gamma, desto empfindlicher reagiert das Delta auf Kursänderungen. Besonders nahe am Ausübungspreis und kurz vor dem Verfall kann diese Empfindlichkeit groß sein.
Gap
Was ist eine Gap?
Wenn der Schlusskurs einer Chartkerze sowie der Eröffnungskurs der jeweils nächsten Kerze unterschiedliche Preise aufzuweisen haben, dann entsteht zwischen diesen eine Kurslücke. Diese Kurslücke wird als Gap bezeichnet und findet vor allem auf Tageskerzen viel Beachtung.
Geldkurs
Was ist der Geldkurs?
Der Geldkurs ist der maximale Preis, den ein potenzieller Käufer gerade bereit ist, für eine Ware zu bezahlen.
Geldumschlagsdauer
Was ist die Geldumschlagsdauer?
Die Geldumschlagsdauer gibt an, wie schnell das im Lagerbestand gebundene Kapital wieder in Bargeld umgewandelt wird.
Man berechnet sie wie folgt:
Debitorenlaufzeit + Lagerdauer – Kreditorenlaufzeit = Geldumschlagsdauer
Eine zu hohe Geldumschlagsdauer bedeutet, dass vermutlich zu viel Kapital im Verkaufsprozess gebunden ist.
Gemeinkosten
Was sind die Gemeinkosten?
Unter Gemeinkosten versteht man die Kosten eines Unternehmens, welche nur indirekt mittels eines Verteilungsschlüssels und nicht direkt einzelnen Kostenträgern zugerechnet werden. Zu den Gemeinkosten zählen Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten und Vertriebsgemeinkosten.
Gesamtkapitalrendite
Was ist die Gesamtkapitalrendite?
Für die Gesamtkapitalrendite teilt man den Nettogewinn durch das durchschnittliche Gesamtvermögen. Sie misst, wie effizient das Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Unternehmen eingesetzt wurde und lässt somit Schlüsse auf dessen Rentabilität ziehen.
Im Gegensatz zur bekannteren Kennzahl, der Eigenkapitalrendite, beschreibt sie die Verzinsung des Kapitals von Fremdkapital– und Eigenkapitalgebern.
Gewinn
Was ist der Gewinn?
Der Gewinn eines Unternehmens ergibt sich aus dessen Umsatz abzüglich seiner Kosten. Man unterscheidet verschiedene Arten von Gewinn, je nachdem, welche Kosten vom Umsatz abgezogen werden. Beim Bruttogewinn subtrahiert man lediglich die Kosten für den Einkauf von Waren und Materialien. Der Netto- bzw. Reingewinn kalkuliert zusätlich alle weiteren Aufwändungen wie Personalaufwand, Abschreibungen und Steuern mit ein.
Gold-Silber-Ratio
Was ist Gold-Silber-Ratio?
Unter dem Gold-Silber-Ratio versteht man das Verhältnis von Gold- zu Silberpreis. Es beantwortet die Frage, wie viele Unzen Silber man zahlen müsste, um eine Unze Gold zu erwerben. Das Ratio wird historisch gemessen und lässt sich in Chartform ausgeben. In der Vergangenheit ist es durchaus schon vorgekommen, dass Silber einen höheren Preis als Gold erzielt hat.
Gratis- und Mobile Broker
Was sind Gratis- und Mobile Broker?
Ende der 2010er Jahre kam es zu einer regelrechten Welle an neuen, modernen Brokern am Markt. Unternehmen wie Robinhood, Scalable Capital, Trade Republic und der smartbroker bieten Geschäfts- und Zugangsmodelle, die vor allem auch für private Trader und Investoren sehr nutzerfreundlich sind. Sie bieten zudem extrem kostengünstige Gebührenmodelle, wodurch der Zugang für Privathändler zur Börse deutlich erleichtert worden ist.
H
9 Einträge
Haltedauer
Was ist die Haltedauer bei Aktien?
Wenn man beispielsweise eine Aktie kauft, sagt man auch, dass man jetzt eine Aktie im Depot "hält". Die Haltedauer drückt also den Zeitraum aus, wie lange sich ein Wertpapier oder anderes Handelsinstrument im Depot des Besitzers befindet.
Handelsklassen
Was sind Handelsklassen?
Der Begriff "Handelsklasse" kommt ursprünglich aus der Landwirtschaft und Fischerei. Er hat bestimmte Qualitätsmerkmale von Erzeugnissen beschrieben. In der Finanzsprache versteht man unter einer Handelsklasse ein Produkt bzw. Handelsinstrument, welches über die Börse oder einen Broker handelbar ist. Das können beispielsweise Aktien oder andere Wertpapiere sein, aber auch Terminkontrakte wie Futures und Optionen.
Hausbank
Was ist eine Hausbank?
Als "Hausbank" bezeichnest Du die Bank, bei welcher Du Dein privates und/oder geschäftliches Girokonto führst. Bei größeren Vermögen macht es Sinn, das nicht investierte Kapital über mehrere Banken und Konten zu verteilen, um so das Risiko bei einer Insolvenz der Hausbank zu verringern.
Hebel
Was ist ein Hebel?
Die meisten Broker bieten Dir die Möglichkeiten, beim Handel von Derivaten mit einem Vielfachen Deines eingezahlten Kontoguthabens zu traden. Diese Hebelfunktion ist im Daytrading äußerst nützlich und erlaubt dem Händler, Positionsgrößen exakt an das gewünschte Risikoprofil anzupassen. Leider neigen vor allem Anfänger mit dem Drang nach dem schnellen Geld dazu, übermäßigen Gebrauch vom Hebel zu machen. Dadurch werden unverhältnismäßig große Positionsgrößen eingegangen, was in der Regel mit dem Verlust des vollständigen Kapitals mit nur wenigen Trades verbunden ist. Das Hebeln bzw. auf Enlglisch die Nutzung der "Leverage" ist daher als äußerst risikoreiches Vorgehen verpöhnt, was ihrem eigentlich Sinn jedoch nicht gerecht wird.
Hedgefonds
Was ist ein Hedgefonds?
Ein Hedgefonds ist ein meist nur professionellen oder vermögenden Anlegern zugänglicher Investmentfonds, der mit deutlich freieren Mitteln arbeitet als ein klassischer Fonds. Dazu zählen etwa der Einsatz von Hebel, Leerverkäufe und Derivate. Ziel ist eine möglichst marktunabhängige Rendite, im Gegenzug sind Risiko und Gebühren in der Regel höher.
Hedging
Was ist Hedging?
Humankapital
Was ist das Humankapital?
Vereinfacht gesagt, ist Dein Humankapital Dein Wissen, Dein Können und Deine Fähigkeiten. Unsere Kurse erhöhen also Dein Humankapital im Bereich der finanziellen Bildung.
Hyperinflation
Was ist eine Hyperinflation?
Wenn die monatliche Inflationsrate 50% oder höher ist, wie es vor 100 Jahren in Deutschland der Fall war, spricht man in der Regel von einer Hyperinflation. Eine allgemeingültige Definition gibt es allerdings nicht.
Hypothek
Was ist eine Hypothek?
Unter einer "Hypothek" versteht man das Pfandrecht auf eine Immobilie. Stell Dir vor, Du möchtest einen Kredit bei einer Bank aufnehmen. Die Bank wird Dir diesen Kredit, gerade bei höheren Summen, nur zur Verfügung stellen, wenn Du bestimmte Sicherheiten vorlegen kannst. Indem Du eine Hypothek auf eine Immobilie aufnimmst, welche Dir gehört, verpfändest Du diese an die Bank. Du darfst zwar weiter in der Immobilie wohnen bzw. diese vermieten, sie gehört ab diesem Zeitpunkt aber faktisch der Bank. Im Gegenzug willigt Dir die Bank Dein gewünschtes Darlehen ein, gegebenenfalls je nach Höhe der Hypothek auch zu einem günstigeren Zinssatz.
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Immobilienfonds
Was ist ein Immobilienfonds?
Ein Fonds ist ein gesammelter Geldmittelbestand. Mehrere Investoren legen dabei ihr Kapital zusammen, um Investitionsvorhaben zu realisieren, die sie sonst allein nicht hätten umsetzen können. Bei einem Immobilienfonds wird dieses Geld genutzt, um gemeinschaftlich in Immobilien zu investieren. Der Fonds kann dabei sowohl direkter Besitzer der Immobilien sein, wobei die Mieteinnahmen als Gewinne an die Fondsanteilseigner ausgeschüttet werden.
Er kann aber auch Aktien von Unternehmen wie zum Beispiel Maklereien halten, die im Immobiliengewerbe tätig sind, um so passiv von steigenden Immobilienpreisen zu profitieren. Auch Mischfonds, die sowohl Immobilien als auch Aktien halten, sind weit verbreitet.
Immobilienwertpapiere
Was sind Immobilienwertpapiere?
Immobilienwertpapiere sind Wertpapiere, mit denen man Immobilien anteilig kaufen oder in Aktiengesellschaften investieren kann, deren Geschäftsmodell auf der Verwaltung und dem Handel mit Immobilien basiert. Zu den Immobilienwertpapieren gehören beispielsweise REITs. Einfluss auf die Entscheidung, welche Immobilien mit dem eigenen Geld gekauft werden, hat man dabei in der Regel nicht.
Implizite Volatilität
Was ist die implizite Volatilität?
Die implizite Volatilität (IV) ist die vom Optionsmarkt erwartete Schwankungsbreite eines Basiswerts. Sie steckt im Optionspreis: Je höher die erwarteten Schwankungen, desto teurer die Option. In großen Aktienindizes steigt die implizite Volatilität in der Regel, wenn die Kurse fallen.
Index
Was ist ein Index?
Ein Index stellt den durchschnittlichen Kursverlauf mehrerer, vorher festgelgter Wertpapiere dar. Die verschiedenen, im Index enthaltenen Wertpapiere können dabei unterschiedlich stark gewichtet sein und somit unterschiedlich hohen Einfluss auf den Kursverlauf des Indexes ausüben.
Indizes
Was sind Indizes?
"Indizes" ist die Mehrzahl von "Index". Ein Index stellt den durchschnittlichen Kursverlauf mehrerer, vorher festgelgter Wertpapiere dar. Die verschiedenen, im Index enthaltenen Wertpapiere können dabei unterschiedlich stark gewichtet sein und somit unterschiedlich hohen Einfluss auf den Kursverlauf des Indexes ausüben.
Inflation
Was ist eine Inflation?
Unter Inflation versteht man die Verteuerung des Preisniveaus. Das Geld behält zwar seinen ursprünglichen Nennwert, wird im Zuge einer Inflation aber weniger Wert. Ursprung einer Inflation sind meistens steigende Reallöhne. Diese führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Gütern, was wiederum zu einer allgemeinen Preissteigerung führt. Eine gemäßigte, jährliche Inflationsrate ist abolut normal und seitens der Wirtschaft sogar wünschenswert. Sie liegt in Deutschland üblicherweise zwischen 0,5 und 2 % pro Jahr. Im Zuge der Geschichte hat es krisenbedingt jedoch schon diverse Hyperinflationen gegeben, welche zu exorbitant hohen Preisverteuerungen geführt haben.
Initial Margin
Was ist die Initial Margin?
Unter der Initial Margin versteht man den Geldbetrag, der sich auf Deinem Brokerkonto befinden muss, damit Du einen bestimmten Trade überhaupt eröffnen darfst. Je nach Broker wird diese verlangte Sicherheitsmargin unterschiedlich hoch ausfallen. Achte darauf, stets deutlich mehr Kapital auf Deinem Konto zu halten, als die Initial Margin voraussetzt. Bei vielen Brokern ist sie bei weitem zu niedrig angesetzt.
Investition
Was ist eine Investition
Eine Investition, im Gegensatz zu einer Verbindlichkeit, ist die Anlage des Kapitals in verschiedene Werte. Dies können zum Beispiel Aktien, Immobilien, Edelmetalle oder auch Kunstgegenstände sein.
Ziel ist es, das eigene Vermögen zu schützen und durch das Erwirtschaften einer jährlichen Rendite zu erhöhen.
IVR
Was ist der IVR?
"IVR" steht kurz für "Implied Volatility Rank". Es handelt sich also um den prozentualen Wert der impliziten Volatilität im Verhältnis zu einer bestimmten Messperiode. Diese liegt standardmäßig bei einem Jahr. Dabei wird der aktuelle Wert der impliziten Volatilität ins Verhältnis zu ihrem einjährigen Tiefst- und Höchstwert gesetzt. Je höher der IVR, desto mehr schwankt der Markt aktuell. Höhere IVRs führen zu höheren Optionspreisen, da die Schwankungsbreite des Marktes natürlich einen großen Einfluss auf das Risiko für Optionsverkäufer hat.
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Jahresabschluss
Was ist der Jahresabschluss?
Der Jahresabschluss stellt den rechnerischen Abschluss des Geschäftsjahres eines Unternehmens dar. Die zwei bekanntesten Formen des Jahresabschlusses sind die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz. Je nach Unternehmensform gibt es allerdings noch weitere Alternativen, die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens in konkreten Zahlen darzustellen. Der Jahresabschluss enthält den Abschluss der Buchhaltung, die Zusammenstellung von Dokumenten zur Rechnungslegung und deren Prüfung, Bestätigung und Veröffentlichung.
Jahresüberschuss
Was ist der Jahresüberschuss?
Der Jahresüberschuss stellt den Nettogewinn eines Unternehmens am Ende des Geschäftsjahres dar. Er ergibt sich im Rechnungswesen aus der Gewinn- und Verlustrechnung als Differenz aus Erträgen und Aufwendungen.
Joint-Venture
Wie funktioniert ein Joint Venture?
Bei einem Joint Venture kommen zwei oder mehrere Unternehmen zusammen, um gemeinsam ein bestimmtes Projekt zu realisieren. Alle beteiligten Firmen sind dabei rechtlich und wirtschaftlich unabhängig voneinander. Die finanzielle Verantwortung und das Risiko wird dabei üblicherweise von allen Partnern gleichermaßen getragen.
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Kapital
Was ist Kapital?
Klassischerweise wird in der Volkswirtschaftslehre das Kapital als der Bestand an Produktionsausrüstung verstanden. Dieser kann sowohl in Form von Gütern als auch in finanzieller Form vorhanden sein. Neben der Arbeit und dem Boden wird das Kapital als einer der drei wesentlichen Produktionsfaktoren betrachtet. Im alltäglichen Gebrauch verwenden wir den Begriff "Kapital" in der Regel zur Beschreibung einer vorhandenen und verfügbaren Geldmenge.
Kapitalmarkt
Was ist der Kapitalmarkt?
Der Kapitalmarkt bezeichnet den Bereich der Börsen, an denen mittel- bis langfristige Gelder und Verbindlichkeiten (Anleihen) gehandelt werden.
Kapitalrendite
Was ist die Kapitalrendite?
Wir berechnen die Kapitalrendite, indem wir den Gewinn vor Steuern und Zinsen, also das EBIT, durch das Gesamtkapital teilen. Dieses wiederum setzt sich aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten, Vorzugskapital und Eigenkapital zusammen.
Mit dieser Kennzahl kann die Rentabilität eines Unternehmens gemessen werden.
Kapitalumschlag
Was ist der Kapitalumschlag?
Der Kapitalumschlag ist das Verhältnis vom Umsatz zum Gesamtvermögen eines Unternehmens. Ein solider Mittelwert im Verhältnis zur Branche ist hier wünschenswert.
Bei einem zu hohen Kapitalumschlag könnte es sein, dass der Anlagepark eines Unternehmens veraltet ist.
Bei einem sehr niedrigen Kapitalumschlag sind zu viele Mittel im Anlagepark gebunden.
Kassa Preis
Was ist der Kassa Preis?
Unter dem Kassa Preis versteht man den Preis eines Rohstoffs, der außerhalb des börslichen Handels allgemein für den Rohstoff als gültig gilt und zu welchem er direkt zwischen zwei Parteien gehandelt wird.
KBV
Was ist das KBV?
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis, kurz KBV, berechnet, wie oft der Buchwert (Eigenkapital abzüglich Verbindlichkeiten dividiert durch die Anzahl der Aktien) je Aktie im Preis der Aktie enthalten ist.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger das KBV, desto „günstiger“ ist die Aktie im Verhältnis zum eigentlichen Reinwert der Firma.
Das KBV ist ein wichtiger Wert bei der Fundamentalanalyse eines Unternehmens. Achtung, ein niedriges KBV spricht oftmals für firmeninterne Probleme und stellt selten eine gute Kaufgelegenheit für die Aktie dar!
Kennzahl
Was ist eine Kennzahl?
Kennzahlen dienen bei der Analyse von Aktiengesellschaften der einfachen und übersichtlichen Beurteilung der aktuellen, finanziellen Situation des Unternehmens. Wir unterscheiden zwischen Kennzahlen zur finanziellen Stabilität, Rentabilität, dem Working Capital Management beziehungsweise der Liquidität und den Bewertungskennzahlen. Letztere setzen die Bilanz des Unternehmens ins Verhältnis zu dessen aktuellem Aktienkurs. So kann ermittelt werden, ob die Aktie gerade tendenziell günstig oder teuer ist. Achtung, entgegen weit verbreiteter Mythen ist eine Aktie niemals pauschal unter- oder überbewertet, nur weil eine bestimmte Kennzahl wie das KGV einen bestimmten Wert hat. Es ist immer notwendig, den eigentlich fairen Wert der jeweiligen Kennzahl zu ermitteln und diesen dann ins Verhältnis zum tatsächlichen Wert zu setzen.
Kontrahentenrisiko
Was ist das Kontrahentenrisiko?
Bestimmte Handelsklassen und Börseninstrumente, die Du über Deinen Broker traden kannst, unterliegen dem Kontrahentenrisiko. Du handelst in diesem Fall üblicherweise keinen realen Wert, der Dir durch den Handel gehört. Das hat zur Folge, dass im schlimmsten Fall, sollte Dein Broker während des Trades pleite gehen, Dein Geld verloren ist. Dies ist zum Beispiel beim Handel von CFDs oder Zertifikaten der Fall. Beim Handel einer Aktie oder eines physisch replizierenden ETFs gehört Dir hingegen ein reales Wertpapier, welches auch dann in Deinem Besitz bleibt, sollten Brokern oder Fondsherausgeber insolvent sein.
Kreditorenlaufzeit
Was ist die Kreditorenlaufzeit?
Die Kreditorenlaufzeit beschreibt die Anzahl an Tagen, die ein Unternehmen im Durchschnitt benötigt, um seine Rechnungen (Lieferkosten etc.) zu begleichen. Diese sollte im Idealfall höher sein als die Debitorenlaufzeit, aber auch nicht höher als der Industriestandard.
Eine hohe Kreditorenlaufzeit zeugt von einer gewissen Marktmacht des Unternehmens, da Lieferanten es ihm gestatten, sich mit der Bezahlung der Ware Zeit zu lassen und dem Unternehmen so gewissermaßen ein zinsloses Darlehen zur Verfügung steht.
Bei einer zu hohen Kreditorenlaufzeit muss man sich jedoch fragen, warum das Unternehmen seine Verbindlichkeiten nicht zeitnäher begleicht.
Kryptowährungen
Was sind Kryptowährungen?
Kryptowährungen sind rein digitale Währungen, die man allerdings gegen reguläre FIAT Währungen eintauschen kann. Sie werden durch den Prozess des "Minings" hergestellt, das sind besonders schwere Rechenaufgaben, die nur von sehr leistungsstarken Computern gelöst werden können. Das Ziel von Kryptowährungen war die Kreation eines anonymen, dezentralen, digitalen Zahlungsmittels.
Kumulierte Abschreibungen
Was sind Kumulierte Abschreibungen?
Wenn Du eine neue Maschine für Dein Unternehmen kaufst, kannst Du üblicherweise nicht sofort deren gesamten Wert gegen die Steuer rechnen. Für sämtliche Anschaffungen wird zunächst die voraussichtliche Betriebsdauer ermittelt. Der Neuwert wird dann durch diese Betriebsdauer in Jahren geteilt und somit erhältst Du den Wert, den Du jährlich steuerlich absetzen kannst. Der kumulierte Abschreibungswert ist dann die Summe aller bereits angefallenen Abschreibungsraten. Hier einmal ein Beispiel: Du kaufst einen neuen Computer für 3.000 Euro. Dieser wird beispielsweise über 5 Jahre abgeschrieben. 3.000 Euro geteilt durch 5 Jahre ergibt 600 Euro, die pro Jahr steuerlich abgesetzt werden können. Nach 3 Jahren würde die kumulierte Abschreibung 1.800 Euro betragen, also die Summe der bereits angefallenen 3 Raten à 600 Euro.
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Was sind Kurzfristige Verbindlichkeiten?
"Verbindlichkeit" ist ein Begriff aus der Buchhaltung. Er bezeichnet sämtliche eingegangenen Verpflichtungen gegenüber dritten Parteien. Das können beispielsweise Lieferanten oder Dienstleister sein. Die Leistungen, die von diesen Drittparteien in Anspruch genommen werden, werden als Zielkäufe verstanden. Sie müssen also nicht sofort bezahlt werden, sondern es wird dem Unternehmen ein Zahlungsziel eingeräumt. Kurzfristige Verbinlichkeiten sind nun Verbindlichkeiten, deren Zahlungsziel zeitlich unter einem Jahr liegt.
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Was sind Kurzfristige Vermögensgegenstände?
Die kurzfristigen Vermögensgegenstände, auch als kurzfristige Vermögenswerte bezeichnet, stellen das Umlaufvermögen eines Unternehmens dar. Sie werden in der Aktiva der Bilanz aufgeführt. Kurzfristige Vermögensgegenstände stehen dem Unternehmen nur für einen begrenzten Zeitraum von bis zu 12 Monaten zur Verfügung. Hierzu zählen drei Kategorien: die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wozu beispielsweise Bankguthaben oder kurzfristige Wertpapiere zählen können, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Drittparteien und Vorräte wie zum Beispiel Rohstoffe oder bereits produzierte Ware.
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Lagerdauer
Was ist die Lagerdauer?
Die Lagerdauer beschreibt die Anzahl an Tagen, die das Lager eines Unternehmens benötigt, um gänzlich aufgekauft zu werden. Bei der Bewertung des Unternehmens möchten wir hier möglichst einen Wert innerhalb des Industriestandards sehen.
Langfristige Verbindlichkeiten
Was sind Langfristige Verbindlichkeiten?
"Verbindlichkeit" sind ein Begriff, welcher aus der Buchhaltung stammt. Er bezeichnet sämtliche eingegangenen Verpflichtungen gegenüber dritten Parteien. Das können beispielsweise Lieferanten oder Dienstleister sein. Die Leistungen, die von diesen Drittparteien in Anspruch genommen werden, werden als Zielkäufe verstanden. Sie müssen also nicht sofort bezahlt werden, sondern es wird dem Unternehmen ein Zahlungsziel eingeräumt. Langfristige Verbinlichkeiten sind nun Verbindlichkeiten, deren Zahlungsziel zeitlich über einem Jahr liegt. Dazu zählen unter anderem ausgegebene Anleihen, Darlehen und auch Hypotheken.
Leerverkauf
Was ist ein Leerverkauf?
Wenn man von fallenden Kursen einer Aktie oder einer anderen Handelsklasse profitieren möchte, kann man sie an der Börse verkaufen, ohne sie vorher zu besitzen. Hierdurch entsteht im Brokerkonto eine Negativposition. Du besitzt dann beispielsweise -1 Aktie. Im Falle der Aktie muss diese zunächst von einem anderen Besitzer gegen eine Gebühr geliehen werden. Ziel ist es, das Wertpapier später zu einem möglichst günstigeren Preis zurückzukaufen und somit die Negativposition glattzustellen.
Leverage
Was ist Leverage?
"Leverage" ist der englische Begriff für das finanzielle Hebeln.
Limit Order
Was ist eine Limit Order?
Eine Limit Order wird verwendet, um zu einem günstigerem als dem aktuellen Preis zu kaufen oder alternativ zu einem teureren als dem aktuellen Preis zu verkaufen. Wenn Du beispielsweise bereit bist, eine Aktie zum Preis von 90 € zu kaufen, deren aktueller Preis bei 100 € liegt, kannst Du Deinem Broker eine Limit Order bei 90 € übermitteln und dieser wird Dir die Aktie dann automatisch zu 90 € einbuchen, sobald der Kurs diesen Preis erreicht.
Limit Up/Down
Was ist ein Limit Up/Down?
In bestimmten Extremsituationen können die Futurebörsen den Handel eines Rohstoffs auf unbestimmte Zeit aussetzen. Wenn beispielsweise wichtige Nachrichten für eine weit überdurchschnittliche Preisbewegung nach oben oder unten sorgen, wird der Handel nach einer bestimmten Kursstrecke pausiert, bis sich die Lage wieder beruhigt hat.
Für jeden Markt sind hierfür unterschiedlich große Preisbewegungen vordefiniert, die ein Markt pro Tag vollziehen darf, bevor kein weiterer Handel mehr möglich ist. Solch eine Kursbewegung wird als Limit up oder Limit down bezeichnet.
Liquidität 1. Grades
Was ist Liquidität 1. Grades?
Siehe Cash Ratio
Liquidität 2. Grades
Was ist Liquidität 2. Grades?
Siehe Quick Ratio
Liquidität 3. Grades
Was ist die Liquidität 3. Grades?
Siehe Current Ratio
Long Trade
Was ist ein Long Trade?
Einen Long Trade geht man ein, wenn man von steigenden Märkten ausgeht, sprich, wenn man kauft. Ziel ist es, später zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen.
Das Gegenteil ist ein Short Trade.
Loss Aversion
Was ist Loss Aversion?
Loss Aversion (Verlustaversion) beschreibt, dass Verluste psychologisch schwerer wiegen als gleich große Gewinne. Im Trading verleitet dieser Effekt dazu, Verlust-Trades zu lange laufen zu lassen – in der Hoffnung auf Erholung – und Gewinne zu früh zu realisieren. Wer den Effekt kennt, kann ihm mit klaren Regeln und einem definierten Risiko begegnen.
Lot
Was ist ein Lot im Trading?
Das Lot ist die Handelseinheit im Forex-Handel — es gibt an, über wie viele Einheiten der Basiswährung eine Position läuft.
Ein Standard-Lot entspricht 100.000 Einheiten, ein Mini-Lot 10.000 und ein Micro-Lot 1.000. Die Lotgröße ist im Forex das, was bei Futures die Kontraktanzahl ist: die Stellschraube, über die sich das Risiko eines Trades einstellen lässt. Sie wird aus Kontogröße, Risikoprozentsatz und Stop-Distanz abgeleitet — nicht umgekehrt aus einer Wunschgröße.
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Magic Formula
Was ist die Magic Formula?
Die Zauberformel errechnet sich folgendermaßen: Kapitalrendite = EBIT / (Nettoumlaufvermögen + Nettoanlagevermögen).
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich aus Kurzfristigen Vermögensgegenständen – Kurzfristigen Verbindlichkeiten und das Nettoanlagevermögen aus dem Bruttoanlagevermögen – kumulierte Abschreibungen – Bargeldüberschuss.
Sie geht auf Joel Greenblatt zurück. Er selbst investiert nicht in Unternehmen mit einer Kapitalrendite unter 50%. Eine Kennzahl, die quasi identisch ist, ist das Return on Capital Employed (ROCE). Beide Bewertungskennzahlen messen die Rentabilität eines Unternehmens.
Margin Call
Was ist ein Margin Call?
Um einen Trade eröffnen zu können, muss Dein Konto mit genügend Liquidität gedeckt sein. Verschiedene Broker setzen hierbei unterschiedlich viel Kapital voraus. Bei Interactive Brokers ist es beispielsweise gestattet, mit dem Vierfachen seines vorhandenen Handelskapitals zu traden. Solltest Du einen offenen Trade haben und dieser läuft stark gegen Dich, so kann es passieren, dass Dein Kontowert unter die Liquiditätsschwelle fällt, die nötig ist, um den Trade offen zu halten. In diesem Fall erhältst Du vom Broker den sogenannten Margin Call. Dies ist quasi die Aufforderung, Dein Konto mit neuem Kapital auszustatten, damit Dein Trade nicht seitens des Brokers zwangsliquidiert wird. Du solltest niemals Trades eingehen, bei denen Du Gefahr läufst, solch einen Margin Call zu erhalten. Er sollte unbedingt immer vermieden werden.
Market Maker
Was ist ein Market Maker?
Market Maker (auch Dealer) sind institutionelle Marktteilnehmer, die den Börsen Liquidität zur Verfügung stellen: Sie springen als Käufer oder Verkäufer ein, wenn sich nicht sofort eine Gegenpartei findet. Ihr Geschäft ist der Handel des Spreads — nicht die Spekulation auf Kursrichtungen. Ihre Absicherungsgeschäfte (Dealer Hedging) beeinflussen die Kurse der Basiswerte.
Market Order
Was ist eine Market Order?
Die Market Order ist neben der Limit Order und der Stop Order die wichtigste Variante, um über Deinen Broker ein Börseninstrument zu kaufen oder zu verkaufen. Gehen wir davon aus, Du möchtest gern eine Aktie kaufen. Mit einer Limit Order sagst Du dem Broker, dass Du gern zu einem ganz bestimmten, günstigeren Preis als dem aktuellen kaufen möchtest. Mit einer Stop Order teilst Du ihm mit, dass Du gern zu einem bestimmten, teureren Preis kaufen willst. Mit der Market Order willst Du sofort und zum nächstbesten, verfügbaren Preis kaufen. Es ist Dir egal, sollte dieser ein paar Cent höher als der aktuelle Kurs liegen. Dir ist wichtig, sofort in den Markt zu kommen und die Aktie zu erhalten.
Market Profile
Was ist das Market Profile?
Das Market Profile ist eine Methode, einen Börsenkurs anzuzeigen. Eine gewählte Zeitspanne, üblicherweise 30 Minuten, wird nicht durch die üblichen Kerzen, sondern durch einen Buchstaben gekennzeichnet, der genau wie die Kerze auf und ab wandert. Mit jeder beginnenden halben Stunde wird in der nächsten Reihe der nächste Buchstabe angezeigt.
Das Market Profile kann man "aufklappen" und erhält so eine Ansicht, die den klassischen Candlesticks ähnelt. Man kann es allerdings auch "zuklappen" und sämltiche Buchstaben übereinandergestapelt betrachten. Hierdurch kann ein Trader interessante Handelszonen definieren.
Im Gegensatz zum Volume Profile, welches das Volumen pro Preis misst, betrachtet das Market Profile, wieviel Zeit der Kurs auf einem Preislevel verbracht hat.
Markteffizienzhypothese
Was besagt die Markteffizienzhypothese?
Die Markteffizienzhypothese untersucht, wie verfügbare Informationen in Marktpreisen verarbeitet werden. Je nach betrachteter Informationsform entstehen unterschiedliche, empirisch prüfbare Aussagen. Sie beweist weder, dass niemand einen Markt schlagen kann, noch dass aktive Strategien zuverlässig gewinnen.
Marktkapitalisierung
Was ist die Marktkapitalisierung?
Die Marktkapitalisierung stellt den Börsenwert aller frei verfügbaren Aktien eines Unternehmens dar. Bei einem gesunden Unternehmen sollte die Marktkapitalisierung über dem reinen Buchwert der Aktiengesellschaft notieren. Investoren gehen ja von zukünftigem Wachstum aus und sollten daher bereit sein, mehr für ein Unternehmen als dessen reinen, inneren Wert zu zahlen. Die Marktkapitalisierung wird berechnet, indem man die Anzahl der ausgegebenen Aktien mit deren aktuellem Börsenkurs multipliziert.
Marktliquidität
Was bedeutet Marktliquidität?
Marktliquidität beschreibt, wie gut ein Instrument gehandelt werden kann, ohne dass eine einzelne Order seinen Preis stark verändert. Sie hängt unter anderem von verfügbaren Kauf- und Verkaufsangeboten ab und kann in Stressphasen rasch abnehmen. Sie ist nicht dasselbe wie die Liquidität eines Unternehmens.
Momentum
Was ist Momentum?
Momentum bezeichnet die Beobachtung, dass Kurse eine einmal eingeschlagene Richtung eine Zeit lang beibehalten. Was sich relativ zum Gesamtmarkt stark entwickelt, tendiert dazu, sich weiter stark zu entwickeln. Momentum-Strategien setzen deshalb gezielt auf Stärke, statt auf günstige, fallende Titel zu wetten, und steigen aus, wenn die Bewegung an Kraft verliert.
MSCI World
Was ist der MSCI World?
Der MSCI World ist der bekannteste Index des in New York ansässigen Fondsherausgebers MSCI. Er bildet den Wirtschaftsraum der westlichen Welt ab. Der Index beinhaltet über 1.600 Unternehmen aus Ländern wie den USA, England, Frankreich aber auch Deutschland. ETFs auf den MSCI World gehören zu den beliebtesten Anlagemöglichkeiten. Achtung, mit über 60 % haben US-amerikanische Unternehmen ein starkes Übergewicht im Index.
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Nachhaltigkeits-ETF
Was ist ein Nachhaltigkeits-ETF?
Es gibt ETFs, die sich auf sogenannte Nachhaltigkeits-Indizes beziehen. Diese wiederum inkludieren nur Unternehmen, die nach bestimmten Parametern nachhaltig operieren. Was das im Detail bedeutet, unterscheidet sich stark.
Wir empfehlen grundsätzlich, einen Blick auf das Factsheet des Nachhaltigkeits-ETFs zu werfen, um zu überprüfen, ob die enthaltenen Firmen (oder inkludierten Länder) zur Dir als Investor passen. Bedenke bitte: Nachhaltig bedeutet nicht automatisch ethisch unbedenklich.
Nennwert
Was ist der Nennwert?
Der Nennwert (oder Nominalwert) ist der Wert, welcher auf gesetzlichen Zahlungsmitteln oder Wertpapieren zu sehen ist. Er muss nicht zwangsläufig dem Wert entsprechen, den Käufer auf Basis von Angebot und Nachfrage bereit wären, für das Wertpapier zu zahlen. Der ursprüngliche Nennwert einer Aktie liegt üblicherweise deutlich unter ihrem Kurs, zu welchem sie an der Börse gehandelt wird.
Nettoanlagevermögen
Was ist das Nettoanlagevermögen?
Sämtliche Werte eines Unternehmens, das können beispielsweise Maschinen, Möbel oder Bürogeräte sein, unterliegen mit der Zeit einem Werteverfall. Das Nettoanlagevermögen spiegelt den aktuellen Wert aller Anlagen einer Firma wider und kalkuliert dabei deren Werteverlust mittels Abschreibungen mit ein. Demgebenüber steht das Bruttoanlagevermögen, welches den Wert aller Anlagen des Unternehmens zu deren Neuwert wiedergibt.
Nettorendite
Was ist die Nettorendite?
Die Nettorendite oder Netto Marge ist ein anderer Ausdruck für die Umsatzrendite.
Nettoverschuldungsquote
Was ist die Nettoverschuldungsquote?
Die Nettoverschuldung erhält man, indem Barmittel von kurz– und langfristigen Verbindlichkeiten subtrahiert werden. Teilt man diese durch den Gewinn vor Steuern, so erhält man die Nettoverschuldungsquote. So kann eine Aussage darüber getroffen werden, wie viele Jahre es dauern würde, bis die Firma ihre Schulden bei theoretisch gleichbleibendem Gewinn tilgen kann.
Verallgemeinert kann gesagt werden, dass Nettoverschuldungsquoten von einem Jahr oder weniger als sehr gut betrachtet werden können. Ab drei Jahren wird es dann kritisch und es ist eventuell nicht mehr gewährleistet, dass das Unternehmen seine Schulden zurückzahlen kann.
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Open Interest
Was ist das Open Interest?
Das Open Interest bezeichnet die Anzahl aller offenen, noch nicht glattgestellten Kontrakte in einem Termin- oder Optionsmarkt. Ein hohes Open Interest auf einem Strikepreis zeigt, wie viele Positionen dort offen sind — und wie viel Absicherungsbedarf davon ausgehen kann.
Operative Gewinnmarge
Was ist die operative Gewinnmarge?
Die operative Gewinnmarge ist der operative Gewinn (EBIT) geteilt durch die Umsatzerlöse. Der operative Gewinn berechnet sich aus Bruttogewinn abzüglich Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten. Es ist der Gewinn vor Steuern und Zinsen.
Durch die operative Gewinnmarge kann die Rentabilität von Unternehmen branchenintern, aber länderübergreifend miteinander verglichen werden, da der jeweilige Steuersatz ja nicht in die Berechnung mit einfließt.
Optionen
Optionen kann man als Versicherungsgeschäft auf ein Finanzprodukt betrachten. Der Käufer einer Option bezahlt eine Prämie dafür, eine Aktie oder einen Future zu einem festgelegten Preis und innerhalb einer festgelegten Zeitspanne kaufen oder verkaufen zu dürfen.
Er kann dieses Recht in Anspruch nehmen, muss es jedoch nicht. Optionen sind standardisierte Terminkontrakte und werden an speziellen Optionsbörsen gehandelt. Als Verkäufer einer Option ist der maximale Gewinn auf die eingenommene Prämie gedeckelt. Der Verkäufer hat jedoch als Versicherer den statistischen Vorteil auf seiner Seite.
Optionsanleihe
Was ist eine Optionsanleihe?
Optionsscheine
Was sind Optionsscheine?
Optionsscheine sollten auf keinen Fall mit Optionen verwechselt werden. Im Gegensatz zur Option wird der Optionsschein nicht an der Börse gehandelt und ist somit kein standardisiertes und reguliertes Handelsprodukt.
Der Optionsschein wird von einem Emittenten, meistens einer Bank, herausgegeben und richtet sich vor allem an private Händler. Im Gegensatz zur Option kann dieser beim Optionsschein nur die Kauf- und nicht die Verkaufsseite einnehmen – ein weiterer entscheidender Nachteil. Optionsscheine werden von professionellen Tradern nicht gehandelt.
Orderbuch
Was ist das Orderbuch?
Im Orderbuch, zu Deutsch Auftragsbuch, einer Börse werden alle Aufträge gespeichert und dargestellt. Man sieht im Orderbuch entsprechend live sämtliche Market Käufe und Verkäufe sowie die im Markt platzierten Limit Orders.
Es eignet sich hervorragend zur punktgenauen Eingabe und Ausführung von Trades. Die meisten Chart Programme können das Orderbuch anzeigen, vorausgesetzt man verfügt über einen entsprechenden Echtzeit Datenfeed.
Orderflow
Was ist Orderflow?
Unter dem Orderflow versteht man die in Echtzeit ablaufenden Käufe und Verkäufe eines Börsenhandelsinstruments. Diese können in der Praxis im sogenannten Orderbuch, dem Order Tape oder dem Footprint Chart beobachtet werden. Professionelle Daytrader sind in der Lage, Veränderungen im Orderflow festzustellen und diese zu ihren Gunsten für den Handel zu nutzen.
OTC Handel
Was ist OTC Handel?
OTC Handel bezeichnet jegliche Transaktionen, die nicht an der Börse gehandelt und entsprechend von dieser reguliert sind. "OTC" steht für "Over the counter", also wörtlich "Über die Ladentheke".
Die Preise für ein solches Geschäft werden direkt von der jeweiligen Bank oder dem Broker gestellt. Beim Handel von Forex oder CFDs handelt es sich beispielsweise um OTC Geschäfte.
Overfitting
Was ist Overfitting?
Overfitting (Überanpassung) beschreibt den Fehler, eine Handelsstrategie so lange an vergangene Daten anzupassen, bis sie im Backtest hervorragend aussieht, dabei aber nur die Zufälle genau dieser Daten abbildet. In echten Märkten versagt eine überangepasste Strategie meist, weil sie das Rauschen der Vergangenheit gelernt hat statt einer belastbaren Marktlogik. Je mehr Parameter optimiert werden, desto größer ist die Gefahr.
Overtrading
Was ist Overtrading?
Overtrading ist ein Problem, mit dem vor allem viele Tradinganfänger zu kämpfen haben. Es wird ein neues Handelssystem erlernt und plötzlich sieht man überall Einstiegsgelegenheiten, die zu möglichen Trades führen können. Anstatt selektiv nur die besten und aussichtsreichsten Gelegenheiten zu handeln, springt man enthusiastisch in jede noch so kleine Tradinggelegenheit. Dies führt in aller Regel zu äußerst schlechten Ergebnissen, weshalb es so sinnvoll ist, gerade am Anfang ein gut strukturiertes Trading Tagebuch zu führen, in welchem jeder einzelne Trade aufgelistet und kommentiert wird.
Optionen am Verfallstag (0DTE)
Was sind 0DTE-Optionen?
0DTE-Optionen sind Optionskontrakte, die am Tag des Handels ablaufen. Ihre Preise können sich bis zum Verfall sehr schnell ändern. Kauf und Verkauf tragen unterschiedliche Risiken; besonders bei ungedeckten Short-Positionen können Verluste über die erhaltene Prämie hinausgehen.
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P2P Kredite
Was sind P2P Kredite?
P2P steht für "Peer to Peer" und bezeichnet in der Praxis die Vergabe von Krediten zwischen Privatpersonen. Die Darlehen werden dabei wie üblich verzinst und müssen innerhalb einer Frist zurückgezahlt werden.
Es gibt mittlerweile zahlreiche Plattformen, über welche Investoren in P2P Krediten ihr Geld anlegen können. Dein eingezahltes Kapital wird also für Dich verliehen und Du bekommst dafür Zinsen. Der Anbieter erhält hingegen eine Vermittlungskommission. Du legst nur noch fest, welche Art von Krediten Du nach welchen Kriterien beleihen möchtest, um die Abwicklung kümmert sich der Anbieter.
Wer im Falle einer Zahlungsunfähigkeit für den Schaden haftet, ist unterschiedlich. Daher solltest Du unbedingt die Rahmenbedingungen der jeweiligen Anbieter genau durchlesen!
Pip
Was ist ein Pip?
Ein Pip ist die kleinste übliche Kursveränderung eines Währungspaares im Forex-Handel. Bei den meisten Paaren ist das die vierte Stelle nach dem Komma.
Steigt EUR/USD von 1,0850 auf 1,0851, ist das ein Pip. Bei Paaren mit japanischem Yen liegt der Pip dagegen an der zweiten Nachkommastelle. Was ein Pip in Geld wert ist, hängt von der Positionsgröße ab: Bei einem Standard-Lot über 100.000 Einheiten sind es rund 10 US-Dollar. Im Forex erfüllt der Pip dieselbe Rolle wie der Tick bei Futures — er ist die Einheit, in der Du Deine Stop-Distanz misst.
Portfolio
Was ist ein Portfolio?
Das Portfolio ist der Sammelbegriff für alle Wertanlagen, die ein Kunde, ein Unternehmen oder ein Investmentfonds besitzt.
Prop Trading
Was ist Prop Trading?
Beim Prop Trading handelst Du nicht mit eigenem Geld, sondern mit dem Kapital eines Anbieters — einer sogenannten Prop-Firma. Der Begriff kommt von „proprietary trading“, dem Handel auf eigene Rechnung eines Hauses.
Üblicherweise weist Du Deine Handelsfähigkeit zuerst in einer Prüfphase nach und erhältst danach ein Konto, dessen Gewinne zwischen Dir und dem Anbieter geteilt werden. Entscheidend sind die Regeln des jeweiligen Anbieters: ein maximaler Gesamtverlust (Max Drawdown) und oft zusätzlich ein Tagesverlustlimit. Der Max Drawdown ist der Betrag, der Dir tatsächlich zur Verfügung steht — nicht die Zahl, mit der das Konto beworben wird. Nicht zu verwechseln mit Fremdkapital im bilanziellen Sinn: Dort geht es um Kredite und Anleihen eines Unternehmens.
Put
Was ist ein Put?
Eine Put-Option gehört zu der Handelsklasse der Optionen. Er berechtigt den Käufer innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt dem Verkäufer ein sogenanntes Underlying (das kann eine Aktie oder ein Future sein) zu einem vorher bestimmten Preis zu verkaufen. Der Gegensatz vom Put ist der Call. Wird eine Verkaufsoption nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos.
Positionstrading
Was ist Positionstrading?
Positionstrading bezeichnet das Halten von Handelspositionen über Wochen bis Monate auf Basis einer längerfristigen Marktthese. Der längere Horizont kann die laufende Beobachtung verändern, lässt aber Kurslücken, Schwankungen und Verluste zu. Es ist nicht dasselbe wie ein auf Dauer angelegtes Investment.
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Quellensteuer
Was ist die Quellensteuer?
Die Quellensteuer ist eine Steuer, die direkt an der Quelle einbehalten wird — dort, wo die Erträge entstehen, bevor sie bei Dir ankommen.
Für Anleger ist sie vor allem bei ausländischen Dividenden relevant: Schüttet ein US-Unternehmen aus, behält der dortige Fiskus seinen Anteil ein, und erst der Rest landet in Deinem Depot. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt vom Sitzland des Unternehmens ab. Doppelbesteuerungsabkommen regeln, welcher Teil davon auf die deutsche Steuer angerechnet wird und welchen Du Dir beim ausländischen Fiskus zurückholen kannst — je nach Land ein einfacher Vorgang oder ein spürbarer Aufwand.
Auch in Deutschland gilt das Prinzip: Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge ist eine Quellensteuer, denn Deine Bank führt sie direkt ans Finanzamt ab, ohne dass Du selbst tätig wirst.
Steuerfragen sind immer Einzelfall. Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ersetzt keine steuerliche Beratung.
Quick Ratio
Was ist das Quick Ratio?
Das Quick Ratio ist dem Current Ratio (Liquidität 3. Grades) sehr ähnlich, die Lagerbestände werden hier allerdings nicht in die Kalkulation mit einbezogen. Zur Berechnung des Quick Ratios werden die verfügbaren Barmittel (Forderungen, Wertpapiere etc.) durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten geteilt.
Ein hohes Quick Ratio bedeutet also, dass die Firma ihre kurzfristigen Schulden schnell abbezahlen kann.
Ein zu hohes Quick Ratio zeugt jedoch von einer ineffizienten Nutzung des vorhandenen Kapitals.
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Rangemärkte
Was sind Rangemärkte?
Da unsere Wirtschaft permanent wächst, steigen auf Dauer auch die Kurse der Aktienmärkte. Daher spricht man hier von sogenannten Trendmärkten, also Märkten, die sich üblicherweise in einem Trend befinden. Dem gegenüber Rangemärkte. Abgesehen von den Edelmetallen, die ebenfalls auf einen langen Zeitraum betrachtet zu steigenden Kursen neigen, sind sämtliche Rohstoffe Rangemärkte. Ihr Preis fluktuiert zwischen zwei Extremen und steht, bedingt durch Angebot und Nachfrage sowie saisonalen Einflüssen, mal höher und mal niedriger. Viele Privatanleger gehen irrtümlicherweise davon aus, dass auch Rohstoffpreise dauerhaft steigen würden, doch das ist nicht der Fall.
REIT
Was ist ein REIT?
REIT steht für "Real Estate Investment Trust". Ein REIT ist ein börsengehandelter Immobilienfonds. Im Gegensatz zu einer Immobilien Aktiengesellschaft ist dieser Fonds direkter Besitzer der Immobilien.
Durch einen REIT kannst Du somit direkt in Immobilien investieren und von den Einnahmen des Fonds durch Vermietung, Verpachtung oder Verkauf der Immobilien profitieren. Einfluss auf das operative Geschäft des Unternehmens hat man als Investor nicht.
Rendite
Was ist Rendite?
Die Rendite ist der Gewinn in Prozent, den ein Finanzprodukt in einem bestimmten Zeitraum erwirtschaftet. Aus welchen Faktoren sie sich zusammensetzt kommt auf das Finanzprodukt an. Im Börsenhandel entstehen Renditen üblicherweise durch Dividenden, Verzinsungen und Kursgewinne.
Rendite des eingesetzten Kapitals
Was ist die Rendite des eingesetzten Kapitals?
Diese Kennzahl setzt den operativen Gewinn ins Verhältnis zum investieren Kapital. Der operative Gewinn ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern, auch EBIT genannt. In der Berechnung wird allerdings so getan, als ob die Zinsen nicht abzugsfähig wären und besteuert werden müssten. Somit erhalten wir eine von der Kapitalstruktur unabhängig Renditekennzahl, die sich sehr gut für die Messung der Rentabilität eines Unternehmens eignet. Sie bezieht sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalgeber mit ein.
Revenge Trade
Was ist ein Revenge Trade?
Ein Revenge Trade ist der Versuch, einen vorherigen Verlust sofort „zurückzuholen“. Statt nach Plan zu handeln, agiert man aus Ärger oder Frust – meist mit erhöhtem Risiko und ohne gültiges Setup. Revenge Trading zählt zu den häufigsten Ursachen für große, vermeidbare Verluste.
Rezession
Was ist eine Rezession?
Wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen das Bruttoinlandsprodukt sinkt, befindet sich eine Wirtschaft in einer Rezession. In dieser Phase schrumpft die Wirtschaftsleistung des jeweiligen Landes.
Rollen
Was ist Rollen?
Ein Future hat immer eine begrenzte Lebensdauer. Er läuft irgendwann ab, klassischerweise zu dem Zeitpunkt, an dem es zur Auslieferung der gehandelten Ware kommt. Für jeden Future stehen unterschiedliche Kontraktmonate mit unterschiedlichen Ablaufdaten zur Verfügung. Diese werden parallel zueinander gehandelt und haben unterschiedliche Preise. Möchte man einen Future nun über sein Ablaufdatum hinaus handeln, so muss dieser gerollt werden. Das bedeutet, der aktuelle Kontrakt wird verkauft und der jeweils nächste Kontrakt gekauft. Da dieser Futurekontrakt nun einen anderen Preis hat, kann hierbei ein Rollgewinn oder Rollverlust entstehen. Auch beim Optionshandel müssen Kontrakte von Zeit zu Zeit und je nach Strategie gerollt werden, da auch diese irgendwann ablaufen.
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S&P 500
Was ist der S&P 500?
Der S&P 500 ist der Leitindex der USA. Er beinhaltet die 500 nach ihrer Marktkapitalisierung größten Unternehmen der US-amerikanischen Wirtschaft. Der S&P 500 kann ebenso als Fieberthermometer der Weltwirtschaft bezeichnet werden.
Sachinvestitionsquote
Was ist die Sachinvestitionsquote?
Wenn ein Unternehmen regelmäßig mehr investiert, als an Geldmitteln erwirtschaftet wird, dann droht die Insolvenz. Die Sachinvestitionsquote gibt an, wie viel Geld ein Unternehmen für Güter und Produktionsanlagen ausgibt und teilt diese durch den Geldeingang aus dem operativen Geschäft. Ist diese Zahl regelmäßig und auf lange Sicht höher als eins, wirtschaftet das Unternehmen nicht profitabel.
Einzelne Jahre können und dürfen davon abweichen.
Short Trade
Was ist ein Short Trade?
Ein Trader wird einen Short Trade eröffnen, wenn er von fallenden Märkten ausgeht. Er wird dabei das Finanzprodukt leer verkaufen, also ohne es zu besitzen, um es später zu einem idealerweise günstigeren Preis "zurück zu kaufen". So stellt er dann seine Negativposition glatt.
Das Gegenteil ist der Long Trade, bei dem von steigenden Preisen ausgegangen wird.
Slippage
Was bedeutet Slippage beim Trading?
Slippage ist die Abweichung zwischen dem erwarteten und dem tatsächlich erzielten Ausführungskurs einer Order. Sie kann zum Beispiel bei schnellen Kursbewegungen oder geringer Liquidität auftreten. Gebühren sind davon getrennte Handelskosten.
Soft Commodities
Was sind Soft Commodities?
Als Soft Commodities werden folgende Futuremärkte zusammengefasst: Kakao, Baumwolle, Orangensaft, Kaffee, Zucker und Bauholz. Man nennt sie liebevoll auch die Frühstücksfutures.
Sparrate
Was ist eine Sparrate?
Spekulation
Was ist Spekulation an der Börse?
Spekulation ist der Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts in Erwartung einer künftigen Preisbewegung. Die Erwartung kann auf Analyse beruhen, bleibt aber unsicher. Entscheidend sind die Marktannahme, die eingesetzten Mittel und der Umgang mit einem möglichen Verlust.
Spread
Was ist der Spread?
Für jede Handelsklasse bzw. jedes Handelsinstrument, welches Du bei Deinem Broker traden kannst, stehen drei Preise zur Verfügung: der Letztkurs, der Geldkurs und der Briefkurs. Der Letztkurs gibt den Preis des zuletzt gehandelten Geschäfts an, welches in dem jeweiligen Markt stattgefunden hat. Dies ist dann auch der Kurs, welcher Dir durch eine Echtzeit Chartsoftware als Kurs angezeigt wird. Geldkurs und Briefkurs spielen beim direkten Handeln eine Rolle. Der Geldkurs ist der höchste Preis, den ein potenzieller Käufer gerade bereit ist, für das Handelsinstrument zu bezahlen. Der Briefkurs ist hingegen der niedrigste Preis, den ein potenzieller Verkäufer gerade bereit ist, für das Handelsinstrument zu akzeptieren. Die Preisdifferenz zwischen Geldkurs und Briefkurs bezeichnet man als Spread.
Stop Order
Was ist eine Stop Order?
Die Stop Order ist neben der Limit Order und der Market Order die wichtigste Variante, um über Deinen Broker ein Börseninstrument zu kaufen oder zu verkaufen. Angenommen, Du möchtest gern eine Aktie kaufen. Über eine Limit Order sagst Du Deinem Broker, dass Du gern zu einem ganz bestimmten, günstigeren Preis als dem aktuellen kaufen möchtest. Mit einer Market Order möchtest Du sofort und zum nächstbesten, verfügbaren Preis kaufen. Mit der Stop Order teilst Du dem Broker mit, dass Du gern zu einem ganz bestimmten, teureren Preis als dem aktuellen kaufen willst. Angenommen, der Kurs der Aktie ist gerade von 100 $ auf 90 $ gefallen und Du möchtest abwarten, bis dieser erst zurück auf 100 $ gestiegen ist, bevor Du kaufst. Du musst nun nicht die ganze Zeit den Chart beobachten, sondern übermittelst Deinem Broker einfach eine Stop Order bei 100 $. Er wird diese dann beim Erreichen des Preises in eine Market Order umwandeln und für Dich sofort zum nächstbesten, verfügbaren Preis kaufen.
Eine Stop Order kannst Du außerdem verwenden, um bestehende Positionen automatisch abzusichern. Nehmen wir an, Du hast die Aktie nun für 100 $ gekauft. Du gehst natürlich von steigenden Kursen aus. Sollte die Aktie aber gegen Deine Erwartung im Preis fallen, so möchtest Du sie spätestens beim Erreichen von 85 $ wieder verkaufen. Du übermittelst nun eine Stop Verkaufsorder bei 85 $ und der Broker wird beim Erreichen dieses günstigeren Preises automatisch Deine Aktie für Dich verkaufen.
Strikepreis
Was ist der Strikepreis?
Der Strikepreis ist der Preis, auf den sich ein Optionsgeschäft bezieht. Der Käufer einer Option erwirbt vom Verkäufer das Recht, diesem eine Aktie oder einen Future zu einem vorher festgelegten Preis, dem Strikepreis, zu verkaufen oder ihm die Aktie oder den Future zum Strikepreis abkaufen zu dürfen.
Swingtrading
Was ist Swingtrading?
Beim Swingtrading geht man von mittel- bis langfristigen "Swings", also Kursbewegungen, aus, die man versucht, profitabel zu handeln. Positionen werden dabei über einen Zeitraum von Tagen bis Wochen, manchmal sogar Monaten gehalten.
Scalping
Was ist Scalping im Trading?
Scalping ist eine sehr kurzfristige Handelsweise, bei der Positionen oft nur Sekunden oder Minuten gehalten werden. Viele kleine Kursbewegungen und häufige Orders machen Ausführung, Gebühren und Konzentration besonders wichtig. Eine kurze Haltedauer begrenzt Verluste nicht automatisch.
T
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Ter
Was ist die TER?
TER – Total Expense Ratio
Die TER sind die jährlichen Kosten für einen ETF in Prozent. Sie enthält Verwaltungsgebühren, Lizenzgebühren, Betriebskosten usw. Eine niedrige TER ist zwar verlockend aber Achtung: Die TER enthält nicht alle Kosten! Swap Gebühren und Transaktionsgebühren sind beispielsweise nicht inkludiert.
Terminkurve
Was ist eine Terminkurve?
Ein Future hat immer eine begrenzte Lebensdauer. Er läuft irgendwann ab, klassischerweise zu dem Zeitpunkt, an dem es zur Auslieferung der gehandelten Ware kommt. Für jeden Future stehen unterschiedliche Kontraktmonate mit unterschiedlichen Ablaufdaten zur Verfügung. Diese werden parallel zueinander gehandelt und haben unterschiedliche Preise. Stellt man diese Preise der verschiedenen Futuremonate grafisch hintereinander dar, beginnend mit dem als nächstes ablaufenden Kontrakt, so ergibt sich daraus die Terminkurve bzw. Terminstrukturkurve. Auf Englisch sprechen wir von "forward curves" oder "term structure".
Thesaurieren
Was ist Thesaurieren?
Thesaurieren bedeutet bedeutet im eigentlichen Sinne "anhorten". Bei einem thesaurierenden Fonds werden sämtliche Dividenden automatisch für Dich reinvestiert und nicht ausgeschüttet.
Ticks
Was sind Ticks?
Ein Tick ist die kleinstmögliche Veränderung, die der Kurs eines Futures vollziehen kann. Es ist nicht zwangsweise auch die kleinste Stelle nach dem Komma.
Der E-Mini Future auf den S&P500 Index mit dem Kürzel ES hat beispielsweise eine Tickgröße von 0,25. Das heißt, er bewegt sich immer in 0,25er Schritten. 4 Ticks wären in diesem Fall 1 Punkt.
Tracking Error
Was ist ein Tracking Error?
Das Ziel eines ETFs, also eines passiv gemanagten Indexfonds, ist es, einen zugrundeliegenden Index möglichst genau abzubilden. Aufgrund diverser Faktoren wird er jedoch nie die exakt selbe Performance wie der Basisindex erzielen. Die Differenz zwischen Indexrendite und ETF-Rendite wird als Tracking Error bezeichnet. Dieser Tracking Error sollte stets möglichst klein sein.
Trägerportfolio
Was ist ein Trägerportfolio?
Ein Trägerportfolio wird üblicherweise bei ETFs eingerichtet, die synthetisch replizierend gebildet werden. Hier wird neben dem Investor und dem Fondsherausgeber eine Drittpartei hinzugezogen, der sogenannte Swap Partner. Dieser Swap Partner ist in der Regel eine Großbank. Sie bekommt das im Fonds gesammelte Kapital zugeteilt und kann mit diesem ein Trägerportfolio aufbauen, welches Werte beinhaltet, die der Swap Partner selbst festlegen darf. Im Gegenzug sichert der Swap Partner den Investoren die Auszahlung der Indexrendite zu, auf den sich der ETF beziehen soll. Den Gewinn des Trägerportfolios behält wiederum der Swap Partner selbst ein.
U
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Umsatzrendite
Was ist die Umsatzrendite?
Für die Umsatzrendite teilt man den Nettogewinn durch die Umsatzerlöse. Diese Kennzahl sollte im Vergleich zu branchenähnlichen Unternehmen nicht zu niedrig sein. Die Umsatzrendite wird auch als Netto Marge bezeichnet.
Ein hoher Wert spricht für eine außerordentlich gute Marktstellung bzw. Marktmacht des Unternehmens. Der Fakt, dass es viel Gewinn von seinem Umsatz einbehalten kann, zeugt davon, dass wenig Preisdruck herrscht.
Umsatzverdienstrate
Was ist die Umsatzverdienstrate?
Wenn man den Bargeldeingang aus dem operativen Geschäft durch die Umsatzerlöse teilt, erhält man die Umsatzverdienstrate. Es gibt Unternehmen, die trotz Gewinnen regelmäßig einen negativen Cashflow vorzuweisen haben.
Diese Kennzahl ist ähnlich zu interpretieren wie die Umsatzrendite, sie bezieht allerdings statt des Nettogewinns den Cashflow des Unternehmens mit ein. Somit ist sie als genauer zu bewerten, schwankt jedoch auch deutlich stärker. Die Kombination aus verschiedenen Kennzahlen kann deswegen sehr hilfreich sein.
Umschlagshäufigkeit des Working Capitals
Was ist die Umschlagshäufigkeit des Working Capitals??
Beim Working Capital subtrahiert man die kurzfristigen Verbindlichkeiten von den kurzfristigen Vermögensgegenständen. Wenn diese Zahl sehr niedrig ist, sind die Verbindlichkeiten eventuell sogar höher als die Vermögensgegenstände.
Das klingt zunächst gefährlich, ist aber verhältnismäßig wenig relevant, da diese Zahl äußerst stark schwankt und wenig über die generelle Solvenz des Unternehmens aussagt.
Underlying
Unterstützung und Widerstand
Was sind Unterstützung und Widerstand?
Unterstützung und Widerstand sind Kursbereiche, in denen eine Bewegung in der Vergangenheit wiederholt gestoppt oder gedreht hat. Eine Unterstützung liegt unter dem aktuellen Kurs, ein Widerstand darüber.
An einer Unterstützung trifft ein fallender Kurs auf genug Kaufinteresse, um die Bewegung zu bremsen; an einem Widerstand ist es umgekehrt. In der Praxis sind es selten exakte Linien, eher Zonen. Für das Risikomanagement sind sie deshalb wichtig, weil ein Stop hinter eine solche Zone gehört und nicht mitten hinein. Wird eine Zone deutlich durchbrochen, kehrt sie ihre Rolle häufig um: Aus einer gebrochenen Unterstützung wird ein Widerstand.
V
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Verschuldungsgrad
Was ist der Verschuldungsgrad?
Der Verschuldungsgrad wird auch als Gearing bezeichnet und ist die wichtigste Kennzahl, mit der die finanzielle Stabilität eines Unternehmens gemessen wird. Er bezeichnet das bilanzielle Verhältnis von Fremdkapital und Eigenkapital.
Je höher der Verschuldungsgrad, desto abhängiger ist das Unternehmen von Fremdkapital. Dieses ist für das Unternehmen günstiger und damit effizienter. Im Gegensatz zum Eigenkapital muss es jedoch vollständig an die Kapitalgeber zurückgezahlt werden, was das Risiko für das Unternehmen erhöht.
Der Verschuldungsgrad sollte immer branchenintern verglichen werden, da er sich im Durchschnitt von Sektor zu Sektor sehr unterscheiden kann. Ein hohes Gearing erhöht das Geschäftsrisiko, ein zu niedriges Gearing zeugt von Ineffizienz und geht meistens mit einer niedrigen Rentabilität einher.
VIX
Was misst der VIX?
Der VIX leitet aus Preisen von Optionen auf den S&P 500 die vom Markt erwartete Volatilität für die nächsten 30 Tage ab. Der Index zeigt die erwartete Stärke möglicher Kursbewegungen, nicht deren Richtung. Er ist für sich genommen kein Kauf- oder Verkaufssignal.
Volatilität
Was ist Volatilität?
Volatilität beschreibt, wie stark der Preis eines Marktes oder Wertpapiers in einem bestimmten Zeitraum schwankt. Sie misst die Schwankung, nicht die Richtung einer Kursbewegung. Die aus vergangenen Preisen gemessene Volatilität und die aus Optionspreisen abgeleitete implizite Volatilität sind unterschiedliche Größen.
Volume Profile
Was ist das Volume Profile?
Das Volume Profile ist ein Indikator, der Händlern in ihrer Chartsoftware anzeigt, wie viele Transaktionen auf einem bestimmten Preislevel stattgefunden haben. Mit anderen Worten: Welches Volumen wurde pro Tick gehandelt?
Im Chart sieht das Volume Profile wie ein seitlich gekippter Berg aus. Das Volume Profile gehört zu den wichtigsten Hilfsmitteln für professionelle Trader. Im Gegensatz zum Market Profile, welches misst, wieviel Zeit der Kurs auf einem Preislevel verbracht hat, misst das Volume Profile das Volumen, welches auf diesem Preis gehandelt wurde.
Vorsteuermarge
Was ist die Vorsteuermarge?
Die Vorsteuermarge ist der Gewinn vor Steuern und Zinsen, auch als EBIT bezeichnet, geteilt durch die Umsatzerlöse. Sie hat eine ähnliche Aussagekraft wie die Umsatzrendite, die üblicherweise deutlich mehr Beachtung findet.
Da bei der Vorsteuermarge Zinsen und Steuern jedoch noch nicht vom Gewinn abgezogen sind, kann mit dieser Kennzahl die Überprüfung der Rentabilität eines Unternehmens auch länderübergreifend stattfinden, ohne steuerliche Effekte mit einzubeziehen. Da diese aber nun einmal unausweichliche Kosten darstellen, sollte bei der normalen Analyse des Unternehmens eher die Umsatzrendite als Bewertungskennzahl verwendet werden.
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Xetra
Was ist Xetra?
"Xetra" ist die Abkürzung für "Exchange Electronic Trading". Es handelt sich um das vollelektronische Handelssystem der Frankfurter Börse. Für die Xetra gibt es kein klassisches Börsenparkett, das System ist also rational und dezentralisiert. Nahezu alle Trades, die Du mit deutschen oder europäischen Wertpapieren über eine Software oder App bei Deinem Broker durchführst, laufen über die Xetra, sofern es nicht explizit anders von Dir gewünscht ist. Die Xetra ist also quasi die moderne, digitalisierte Version von "Deutscher Börse".
XTF
Was ist ein XTF?
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Yankee Bonds
Was sind Yankee Bonds?
"Bond" ist die englische Bezeichnung für "Anleihe". Wenn eine Anleihe von einem ausländischen Unternehmen oder einer Bank herausgegeben wird, diese allerdings in den USA gehandelt wird und in US Dollar notiert, dann handelt es sich dabei um einen sogenannten "Yankee Bond".
YTD
Was ist YTD?
"YTD" ist die Abkürzung für "Year To Date". Auf Deutsch könnte man es mit "Jahresverlauf" übersetzen. Wenn Du Dir beispielsweise bei Deiner Bank oder Deinem Broker einen Kontoauszug mit der Abkürzung "YTD" downloaden möchtest, dann wird dieser die Kontoentwicklung vom 01.01. des laufenden Jahres bis zum aktuellen Datum anzeigen.
Z
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Zeitwert
Was ist der Zeitwert einer Option?
Der Zeitwert ist der Teil des Optionspreises, der über dem inneren Wert liegt — er bezahlt die Zeit, die der Option bis zum Verfall noch bleibt.
Der Preis einer Option besteht aus zwei Bestandteilen: dem inneren Wert, also dem, was die Option bei sofortiger Ausübung wert wäre, und dem Zeitwert. Eine Option, deren Strikepreis noch weit vom Kurs entfernt liegt, hat gar keinen inneren Wert — ihr Preis besteht dann vollständig aus Zeitwert.
Zwei Faktoren treiben ihn: die Restlaufzeit und die erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität). Beide erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Option bis zum Verfall doch noch ins Geld läuft — und genau diese Wahrscheinlichkeit wird bezahlt.
Zum Verfallstag hin schmilzt der Zeitwert ab, und zwar zunehmend schneller; am Verfallstag ist er null. Für Optionskäufer ist dieser Zeitwertverfall der laufende Gegenwind, für Verkäufer ist er die Ertragsquelle.
Zinsdeckung
Was ist die Zinsdeckung?
Die Zinsdeckung zeigt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Schulden inklusive Zinsen zurückzuzahlen. Je kleiner die Zinsdeckung, desto mehr Schwierigkeiten hat die Firma bei der Zahlung ihrer Zinsen.
Zinsdeckungsgrad
Was ist der Zinsdeckungsgrad?
Zinsdeckungsgrad ist eine alternative Bezeichnung für die Zinsdeckung.
Zinseszinseffekt
Was ist der Zinseszinseffekt?
Wenn Du Deine Zinsen reinvestierst (thesaurierst), erhältst Du auf die Zinsen wiederum Zinseszinsen. Dieser Effekt ist für die langfristige Geldanlage immens wichtig und bildet das Fundament für den Vermögensaufbau.
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