Heute sprechen wir einmal über die spannende Frage, ob das Traden neben dem Hauptberuf an der Börse überhaupt funktioniert. Was kann man machen? Was geht nicht? Lohnt sich das Ganze überhaupt und wenn ja, wie gehe ich am Besten an die Sache heran? Zu welchem Schluss wir dabei gekommen sind, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

Trading ist nicht gleich Daytrading

Als Allererstes möchte ich mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen, das unter vielen privaten Tradern oder zumindest Börseninteressenten umhergeistert: Trading ist nicht gleich Daytrading. Die meisten Leute stellen sich, wenn es um das Thema Trading geht, immer sofort einen Daytrader vor.

Das ist in den Augen vieler Leute entweder ein Typ, der von morgens bis abends ununterbrochen vor dem Rechner sitzt und Charts beobachtet oder jemand, der Cocktails schlürfend mit seinem Laptop auf dem Bauch am Strand liegt und mal eben nebenbei Geld verdient – oder eben auch nicht. Daytrading erfordert während der gewählten Handelssitzung Aufmerksamkeit sowie Vor- und Nachbereitung.

Ob sich das mit einem Hauptberuf verbinden lässt, hängt von Arbeitszeiten, System und persönlicher Situation ab. Eine allgemeingültige Zahl für aktive Bildschirmstunden gibt es dafür nicht. Wer selbstständig handelt, muss außerdem Aufgaben wie Systempflege und Steuern einplanen.

Weitere Trading Disziplinen

Neben dem Daytrading gibt es weitere Trading-Disziplinen mit anderen Haltedauern und Zeitfenstern. Ob eine davon zu Dir passt, hängt von Deinem Alltag, Deinem Wissen und Deinem Umgang mit Risiken ab. Wenn Du Dich für Daytrading interessierst, musst Du Handelszeiten, Vorbereitung und Lernzeit mit Deinem Beruf abgleichen. Die Lernphase kann Monate oder Jahre dauern.

Ob beides dauerhaft zusammenpasst, hängt von Deinen Arbeitszeiten, Deinem Handelssystem und Deiner Belastung ab; Profitabilität lässt sich daraus nicht ableiten. Andere Trading-Disziplinen können für einen Alltag neben dem Beruf geeigneter sein; ob daraus Gewinne entstehen, bleibt offen.

Traden neben dem Beruf mit Swingtrading und Positionstrading

Aber wie gesagt, es ist nicht zwingend notwendig, dass Du Dich zum Daytrader ausbilden lässt, denn tatsächlich hast Du auch noch weitere Möglichkeiten, Trading neben deinem Beruf auszuüben. Beim Swingtrading und Positionstrading bleiben Positionen einige Tage bis teilweise mehrere Monate offen. Diese längere Haltedauer kann feste Prüfzeiten neben dem Hauptberuf ermöglichen. Daraus entsteht aber kein verlässliches zweites Einkommen.

Daytrading und Swingtrading unterscheiden sich vor allem in der Handelsroutine; ein genereller Einkommensvorsprung einer Disziplin lässt sich daraus nicht ableiten. Vielleicht möchtest Du Deinen Hauptberuf behalten und suchst eine Trading-Routine, die Zeit für Urlaub, Familie und andere Dinge lässt. Plane dafür keine festen Zusatzeinnahmen oder eine Verkürzung Deiner Arbeitszeit ein.

Was ist Swingtrading?

Beim Swingtrading handelst Du auf längerfristigen Zeiteinheiten als es ein Daytrader tut. Damit wirst Du in absoluter Summe natürlich auch deutlich weniger Trades umsetzen. Der Markt muss dafür nicht durchgehend beobachtet werden. Für die Handelsroutine der sechs TradeNeon-Swingtrading-Systeme nennt die aktuelle Ausbildung rund 30 Minuten täglich; in der Lernphase kommt Zeit für Unterricht und Übung hinzu.

Ob die Routine neben Deinem Beruf passt, hängt auch von Deinen Arbeitszeiten und dem gehandelten System ab. Bei dem Swingtrading Ansatz, den wir beispielsweise handeln und beibringen, analysieren wir an jedem Wochenende einmal ausführlich die Märkte. Für die ausführliche Wochenendanalyse solltest Du zusätzliche Zeit einplanen. Wie lange sie dauert, hängt von der Erfahrung, den beobachteten Märkten und dem System ab.

Hierbei filtern wir heraus, welche Märkte für uns in der kommenden Woche überhaupt interessant sind und für einen Trade in Frage kommen. An den Wochentagen scannen wir dann nur einmal am Tag sämtliche Märkte durch und schauen, ob sich irgendwo Setups gebildet haben und ein Trade Ein- oder Ausstieg möglich ist.

Wie fange ich mit dem Trading an?

Swingtrading Ansätze gibt es natürlich hunderte bis tausende und andere Trader werden Dir hier sicherlich ganz andere Zahlen nennen als wir. Wie aufwendig es ist, ein Swingtrading-System zu entwickeln und konsequent zu handeln, hängt von Vorwissen, Methode und Übung ab. Wenn Du noch keinerlei Vorerfahrung im Trading Bereich hast, dann empfehle ich Dir, Dich erstmal ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen.

Lese so viele Bücher, wie Du kannst und schaue Videos von Tradern, die Dir vertrauenswürdig erscheinen. Das ist natürlich gar nicht so einfach denn, seien wir ehrlich, es gibt viele schwarze Schafe in unserer Branche. Wenn Dir jemand schnelle Gewinne bei minimalem Zeitaufwand und ohne nennenswertes Risiko verspricht, solltest Du das Angebot kritisch prüfen. Hohe Renditen lassen sich auch neben dem Beruf nicht planen; Verluste sind möglich.

Selbst wenn Du ein profitables System gefunden hast oder es Dir von einem professionellen Trader zeigen lässt, heißt das noch lange nicht, dass Du es sofort in der Praxis umsetzen kannst. Wie mit den meisten Dingen im Leben gilt: Übung macht den Meister. Deshalb ist es wichtig, dass Du in den ersten Monaten mit einem Demokonto übst und beim Wechsel zum Echtgeld erst einmal mit sehr kleinen Summen beginnst.

Brauche ich eine Tradingausbildung, um nebenberuflich erfolgreich zu traden?

Ob und falls ja, von wem Du Dich ausbilden lässt, ist natürlich allein Deine Entscheidung. Bei der Auswahl einer Trading-Ausbildung solltest Du Inhalte, Unterrichtspraxis, Risikoregeln, Kosten und die Erfahrung der Lehrenden prüfen. Ein Anbieter kann sein eigenes Angebot nicht neutral bewerten. Wie viel Rendite Du letzten Endes erreichen kannst, hängt natürlich sehr von Deinem System und Deiner Herangehensweise ab.

Auch Deine Risikobereitschaft spielt hier eine Rolle. Wichtig ist natürlich immer, dass Du auf finanziell abgesicherten Beinen stehst und Dich um Deine langfristigen Investitionen gekümmert hast, bevor Du überhaupt über das Trading neben dem Beruf nachdenkst. Setze für Trading nur Kapital ein, dessen Verlust Du finanziell tragen kannst. Rücklagen für Deinen Alltag und langfristige Anlagen sollten nicht von Trading-Gewinnen abhängen.

Wie ein Trading-System abschneidet, schwankt mit Marktphase und Umsetzung. TradeNeon nennt für gut ausgebildete Swingtrader nach dem Lernjahr einen ambitionierten Orientierungsrahmen von durchschnittlich 10 bis 40 Prozent Rendite pro Jahr, je nach System und konsequenter Anwendung der Risikoregeln. Das ist kein Versprechen; Verlustmonate und Verlustjahre sind möglich. Ein Tipp: Beschäftige Dich unbedingt mit dem Handel von Optionen.

Optionen sind komplexe Handelsinstrumente. Sie können Teil eines regelbasierten Systems sein, bergen aber erhebliche Verlustrisiken. Eine Optionsprämie ist kein planbares Einkommen.

Kann ich auch eigene Trading Systeme entwickeln?

Wenn Du Dich sehr für das Thema interessierst, dann kannst Du selbstverständlich auch selbst aktiv werden und versuchen, ein passendes System für Dich zu finden. Trading Systeme sind sehr individuell und nicht jedes System ist der richtige Ansatz für jeden Menschen. Du wirst wohl oder übel eine Weile suchen müssen, bis Du die Herangehensweise gefunden hast, die genau zu Dir passt.

Wenn Du ein System beherrschst und es neben Deinem Beruf umsetzen kannst, bleiben Gewinne möglich. Ob sie langfristig entstehen, hängt auch von Marktphase, Ausführung und Risiko ab; eine deutliche Aufbesserung Deines Gehalts lässt sich nicht zusagen.

Das Fazit

Ja, Traden neben dem Beruf ist möglich! Solltest Du Fragen zu den Themen Swingtrading oder Trading im Allgemeinen haben, kannst Du Dich natürlich jederzeit gerne an uns wenden. Wenn Du selbst tradest, kannst Du Deinen Zeitaufwand, Deine Haltedauer und Deine Risikoregeln mit den beschriebenen Ansätzen vergleichen.

Unsere Trading Ausbildungen Swing Trading und Daytrading

Swingtrading-Ausbildung

In der Swingtrading-Ausbildung lernst Du regelbasierte Systeme für Aktien, Optionen und Rohstoffe sowie deren Risikomanagement. Die Handelsroutine lässt sich in festen Zeitfenstern planen; ein zweites Einkommen ist nicht zugesagt.

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Daytrading-Ausbildung

In der Daytrading-Ausbildung lernst Du, Handelsentscheidungen nach festen Regeln vorzubereiten und Risiken einzuordnen. Wie viel Zeit Du dafür brauchst, hängt auch von Übung und Handelszeiten ab.

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Redaktion · TradeNeon