Das Wichtigste vorweg

Daytrading und Swingtrading unterscheiden sich in Haltedauer, Zeitaufwand, Kapital, Kosten, Datenquellen und Lernaufwand. Im Daytrading schließt Du jeden Trade am selben Tag und entscheidest am Bildschirm, im Swingtrading planst Du mit mehr Zeit und stützt Dich auf Fundamentaldaten. Welche Disziplin passt, hängt von Deinem Charakter, Deinem Risikoprofil und Deiner Zeit ab.

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Der Vergleich auf einen Blick

Sechs Kriterien trennen die beiden Disziplinen am deutlichsten. Die Tabelle fasst sie zusammen, die folgenden Abschnitte erklären die Hintergründe.

KriteriumDaytradingSwingtrading
HaltedauerEröffnen und Schließen am selben TagZwei Tage bis etwa drei Monate (Arbeitsdefinition im Webinar)
Zeit für Planung und BeobachtungEntscheidungen während der Handelszeit am Bildschirm, ein bis zwei Ticks zählenPlanung und Analyse vor dem Einstieg, weniger preissensitiv, kein ständiger Blick auf den Bildschirm
Kapital und RisikoRisiko pro Trade lässt sich klein halten, weniger Zeit im Markt; Prop-Firmen als zusätzlicher WegWeitere Stops, höheres Risiko je Kontrakt, länger im Risiko; eigenes Kapital (Richtwert im Webinar: fünfstelliges Konto, mindestens 10.000)
Laufende KostenDatenfeed und Orderflow-Software; als Professional deutlich höhere DatengebührenDaten und Software für die Fundamentalanalyse, meist deutlich geringer
Typische DatenquellenOrderbuch, Orderflow und Marktdaten, diskretionär ausgewertetFundamentaldaten, etwa CoT-Bericht, saisonale Muster und Terminstruktur bei Rohstoffen
LernaufwandViel Übung am Bildschirm nötig, FleißarbeitLehrbuchfaktoren der technischen Analyse und Fundamentaldaten greifen eher, weniger Bildschirmzeit
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Der Zeithorizont: Tage oder Stunden

Der offensichtlichste Unterschied ist die Zeit im Markt. Im Daytrading eröffnest Du einen Trade an einem Tag und schließt ihn am selben Tag wieder, ob er eine Minute oder zehn Stunden dauert, spielt zunächst keine Rolle. Im SwingtradingHandel über mehrere Tage bis etwa drei Monate (Arbeitsdefinition aus dem Webinar): Du hältst eine Position, bis ein Kursziel oder Dein Stop erreicht ist. handelst Du mittelfristig. Das Webinar arbeitet mit einer Haltedauer von etwa zwei Tagen bis drei Monaten, je nach Strategie und Handelsinstrument. Was darüber hinausgeht, gilt eher als PositionstradingHandel mit sehr langen Haltedauern, die über etwa drei Monate hinausgehen..

Im Swingtrading bleibt mehr Zeit: Du kannst einen Trade planen, Daten analysieren und auswerten, bevor Du eröffnest, und gehst deutlich weniger preissensitiv vor. Ob Du ein oder zwei Ticks besser oder schlechter einsteigst, macht für einen Swingtrader in der Regel keinen großen Unterschied, im Daytrading kann es Welten ausmachen. Auch psychologisch ist das Swingtrading meist entspannter: Wer nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, greift seltener unnötig in einen laufenden Trade ein.

Die Kehrseite des längeren Zeithorizonts ist das Risiko: Wer länger im Trade ist, kann von einem unvorhergesehenen Ereignis wie einem Black SwanEin seltenes, kaum vorhersehbares Ereignis, das Märkte stark bewegt. erwischt werden. Dagegen möchtest Du geschützt sein, und dafür musst Du jederzeit wissen, was Du tust.

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Das Kapital: Eigenkapital als Basis

Beim Kapital kommt es auf die Instrumente an. Wer an standardisierten, regulierten Märkten wie FuturesStandardisierte Terminkontrakte, die an Terminbörsen mit festen Kontraktgrößen gehandelt werden. und Optionen handelt, ist von deren Mindestgrößen abhängig: von der MarginDie Sicherheitsleistung, die der Broker für eine offene Position auf dem Konto verlangt., die der Broker voraussetzt, und vom Kontostand, der zu Risiko und Money Management passen muss. Sonst ist das Konto nach zwei, drei Trades erledigt.

Im Swingtrading handelst Du in der Regel mit eigenem Geld: Du brauchst ein Echtgeldkonto mit ausreichend Kapital und musst bereit sein, es einzusetzen. Bei großen Rohstoff-Futures ist das Risiko pro Kontrakt oft hoch, weil die Stops im Swingtrading weiter liegen. Eine Entlastung können Micro-FuturesKleinere Kontrakte gängiger Futures mit einem Bruchteil der Kontraktgröße. Risiko und Margin hängen vom konkreten Produkt und vom Broker ab. sein, kleinere Kontrakte, die die CME für große, liquide Märkte eingeführt hat. Ein kleines Konto reicht dadurch aber nicht von selbst, denn Risiko und Margin hängen vom konkreten Produkt und vom Broker ab (CME zu Micro-Futures).

Eine Alternative ist der Optionshandel. Er ist das komplexeste Handelsinstrument, lässt sich aber, einmal verstanden, auf die Kontogröße zuschneiden. Nur passend aufgebaute Strategien begrenzen das Risiko von vornherein, etwa bestimmte Spreads (OCC zu Spreads). Auch Spreads können zusätzliche Ausführungs- und Zuteilungsrisiken haben (Zuteilung, englisch Assignment).

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Das Kapital im Daytrading

Im Daytrading ist der klassische Weg ebenfalls das eigene Kapital, und oft reichen dort geringere Summen: Das Risiko pro Trade lässt sich deutlich weiter nach unten drücken, etwa mit Micro-Futures. Dafür bist Du weniger Zeit im Markt, während Du im Swingtrading länger im Risiko steckst. Diesen Unterschied solltest Du mit einrechnen.

Welche Summe für Dich nötig ist, hängt vom Markt, vom Instrument und von Deinem Risiko pro Trade ab. Zum Lernen kann ein Demokonto sinnvoll sein, am Ende des Tages sollte es aber Eigenkapital sein.

Für Daytrader gibt es als zusätzlichen Weg die Prop-Trading-Firmen: Du bewirbst Dich, legst eine Prüfung ab und bekommst ein Konto zur Verfügung gestellt, in der Regel ein Demokonto. Darauf solltest Du achten. Ein Teil der Gewinne geht an den Anbieter, und Du richtest Dich nach dessen Regeln. Die steuerliche Behandlung solcher Auszahlungen solltest Du vorab mit einer Steuerberatung klären. Für erste Erfahrungen kann das ein Weg sein, das Ziel bleibt ein anderes: „Das Ziel sollte immer sein, auf Dauer mit eigenem Geld zu handeln und mit einem vernünftigen Broker zusammenzuarbeiten“, sagt Oliver Sparing.

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Kosten für Daten und Software

Laufende Kosten werden schnell vergessen. Im Daytrading, gerade im OrderflowDie Analyse der tatsächlich ausgeführten und im Orderbuch wartenden Orders, um das Verhalten der Marktteilnehmer zu lesen.- und Orderbuchhandel, brauchst Du einen Datenfeed und gute Werkzeuge. Für private Händler sind die Kursdaten für Futures-Börsen moderat, wer als Professional handelt, etwa über eine GmbH, zahlt deutlich mehr. Dazu kommt Software, die Geld kostet, wenn sie gut sein soll.

Im Swingtrading brauchst Du ebenfalls Daten und Software, vor allem für die Fundamentalanalyse. Die Kosten fallen meist deutlich geringer aus als im Daytrading. Plane diese laufenden Posten trotzdem von Anfang an mit ein, gleich wie Dein Handelskapital.

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Herangehensweise im Swingtrading: Fundamentaldaten

Bei der Herangehensweise liegen zwischen Swingtrading und Daytrading Welten. Je länger Du im Trade bist, desto mehr Einfluss haben fundamentale Faktoren, also alles, was in der Welt passiert. Das ist ein Vorteil, weil sich diese Daten auswerten und nutzen lassen.

Oliver Sparing kommt aus dem Rohstoffhandel. Eine Aktie seriös zu bewerten heißt, sich mit Geschäftsgegenstand, Management, Branche, Sektor und Bilanz zu beschäftigen, und das ist zeitaufwendig. Dass sich damit ein ETF auf einen breiten Index übertreffen lässt, ist nicht gesichert. Im Rohstoffhandel stehen dagegen sehr spezifische Daten zur Verfügung, die sich nachvollziehen und auswerten lassen, was die Analyse überschaubarer macht. Ein heiliger Gral des Tradings sind sie nicht: Sie verschaffen Dir eine fundierte Ausgangslage, aber keinen sicheren Trade.

Dazu gehören der CoT-BerichtDer wöchentliche Bericht der US-Behörde CFTC, der zeigt, wie sich verschiedene Händlergruppen an den Terminmärkten positionieren., den die US-Behörde CFTC einmal pro Woche veröffentlicht und der zeigt, was etwa die Produzenten einer Ware gerade tun, saisonale Muster, etwa meist steigende Rindfleischpreise zu Beginn der US-Grillsaison, und die TerminstrukturDer Verlauf der Preise einer Ware über verschiedene Liefertermine; er gibt Hinweise auf Angebot und Nachfrage., an der Du erkennst, wie es um das Angebot einer Ware steht. Daraus folgt nicht, dass Du sofort kaufst. Es sind Bausteine für Deine Entscheidung.

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Herangehensweise im Daytrading: statistisch oder diskretionär

Im Daytrading stehen Marktdaten statt Wirtschaftsdaten im Vordergrund. Es ist eine Welt für sich, für Menschen, die gern mit Zahlen arbeiten. „Daytrading lernt man nur, wenn man wirklich dafür brennt“, sagt Oliver Sparing. Das gilt vor allem für den Orderbuchhandel. Es ist wie beim Klavierunterricht: Wer ihn nur widerwillig besucht, lernt das Instrument nicht, wer es unbedingt spielen will, hat eine Chance.

Im Daytrading gibt es zwei große Herangehensweisen. Beim statistischen TradingTrading nach einem festen Regelwerk, das sich mathematisch und algorithmisch abbilden lässt. folgst Du einem festen Regelwerk: Wenn A, B und C passieren, machst Du D. Das lässt sich mathematisch und algorithmisch abbilden. Es funktioniert weiterhin, ist aber über die Jahre schwerer geworden, weil viele Algorithmen im Markt aktiv sind. Ein System funktioniert oft nur eine begrenzte Zeit, im Webinar ist von zwei bis drei Monaten die Rede, mit Glück von einem halben Jahr. Dann ist der Vorteil weg, und die nächste Strategie wird gebraucht. Ein bloßes Kreuzen zweier gleitender Durchschnitte reicht dafür nicht mehr, hinter einem System sollte eine Marktlogik stehen.

Beim diskretionären TradingTrading, bei dem Du objektive Marktdaten auswertest und die Entscheidung selbst auf Basis Deiner Erfahrung triffst., das viele Berufstrader verfolgen, sammelst Du objektive Daten und Indizien aus dem Markt. Du wertest sie aber mit Deinem Kopf aus und handelst auf Basis von Erfahrung und, mit aller Vorsicht gesagt, einer Intuition, die über viele Stunden am Bildschirm entsteht. Das ist kein Bauchgefühl im üblichen Sinn.

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Anlageklassen: regulierte Märkte und OTC

Bei den Anlageklassen lohnt der Blick darauf, wie der Preis zustande kommt. Auf der einen Seite stehen regulierte Börsen mit standardisierten Kontrakten und einsehbarem Orderbuch, etwa bei Futures, Aktien, ETFs und Optionen. Auf der anderen Seite stehen Produkte, deren Preis ein Anbieter stellt: CFDs und der außerbörsliche Handel (OTCOver the Counter: außerbörslicher Handel, bei dem Du das Geschäft direkt mit einem Anbieter abschließt und nicht an einer Börse mit einsehbarem Orderbuch.). CFDs schließt Du direkt mit dem Anbieter ab. Zertifikate und Optionsscheine gibt es außerbörslich und an der Börse (Deutsche Börse zu Zertifikaten und Optionsscheinen), sie sind also nicht pauschal OTC-Produkte.

An einer Börse sind Kurse und Orderbuch für alle einsehbar. Welchen Preis Du bekommst, hängt aber von Ausführung und Zeitpunkt Deiner Order ab (SEC zur Orderausführung). Als Orientierung dienen die Märkte, die auch professionelle Trader handeln: Sich an denen auszurichten, die an der Börse Geld verdienen, ist selten eine schlechte Idee.

Bei CFDs, Zertifikaten und Optionsscheinen lohnt es sich, stark zu differenzieren. Beim CFD kommt es auf den Anbieter und auf den fairen Preis an. Wer Unwissenheit und ein Handelssystem ohne Fundament mit solchen Produkten verbindet, schadet sich schnell. Das Webinar empfiehlt deshalb Futures, Aktien, ETFs und Optionen. Optionen sind dabei nicht mit Optionsscheinen zu verwechseln, denn das sind zwei verschiedene Finanzprodukte.

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Optionen und Ausbildung

Optionen gelten im Gespräch als die Champions League des Handels, und der Moderator rät, sich dafür ausbilden zu lassen. Oliver Sparing musste bei seinem Broker selbst einen anspruchsvollen Optionstest bestehen.

Trading ist ein Beruf wie jeder andere, und wie in jedem Beruf lohnt sich eine fundierte Ausbildung, im Daytrading ganz besonders. Wir freuen uns, wenn Du zu TradeNeon kommst, es gibt aber auch andere seriöse Anbieter.

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Komplexität und Lernaufwand

Beim Lernaufwand hat das Swingtrading Vorteile. Die groben Lehrbuchfaktoren der technischen Analyse funktionieren dort besser, Fundamentaldaten stehen zur Verfügung, aus psychologischer Sicht ist es leichter, und Du musst nicht vor dem Rechner sitzen und aktiv Arbeitszeit gegen Geld tauschen. „Für alle Zweifler da draußen, die vielleicht nicht so richtig wissen, wo sie sich einordnen sollen: Macht das Swingtrading“, sagt Oliver Sparing.

Das Daytrading verlangt dagegen viel Übung. Ein Coach kann zeigen, wie man die Gitarre hält und die Saiten anschlägt, und wie die Märkte funktionieren, aber das Üben bleibt Fleißarbeit und braucht Durchhaltevermögen.

Ein grundsätzliches Muster zieht sich durch beide Disziplinen: Trading ist sehr individuell, und was bei einem Trader funktioniert, funktioniert nicht von selbst bei jemand anderem. Wichtiger als eine fertige Strategie ist deshalb ein breites Verständnis davon, wie die Märkte funktionieren und warum Du tust, was Du tust: Auktions- und Preisbildungsverfahren, Werkzeuge, theoretische Grundlagen. Darauf aufbauend findest Du das System, das zu Deinem Charakter, Deinem Risikoprofil und Deiner Zeit passt. Viele suchen die Formel, die immer funktioniert, oder den goldenen Kaufbutton. Wichtiger ist es zu wissen, was man tut.

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Algorithmen und KI: Wer bewegt den Preis?

Für die Wahl der Handelsform zählt vor allem eines: Ein rein statistisches Vorgehen nach einem mathematischen Regelwerk steht in Konkurrenz zu Algorithmen, die ebenfalls nach festen Regeln handeln. Wer Marktdaten diskretionär interpretiert, macht sich davon weitgehend unabhängig.

„Die Hochfrequenz-Algorithmen machen sicherlich einen Großteil des Handelsvolumens aus, aber sie bewegen nicht den Preis. Diejenigen, die den Preis bewegen, sind immer noch die großen Institutionellen oder die kommerziellen Händler“, sagt Oliver Sparing. An diesen Teilnehmern kannst Du Dich als kleiner Spekulant orientieren. Maschinelles Lernen gilt als spannendes Feld, eine KI, die man nur anschalten muss und die dann nach einem Regelwerk handelt, war zum Zeitpunkt des Webinars aber nicht in Sicht.

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Was Du aus dem Webinar mitnehmen kannst

  • Die Haltedauer ist der erste Unterschied. Im Daytrading eröffnest und schließt Du am selben Tag und handelst preissensitiver. Im Swingtrading hältst Du nach der Arbeitsdefinition im Webinar zwei Tage bis etwa drei Monate und hast mehr Zeit zur Planung.
  • Kapital, Kosten und Instrumente gehören zur Entscheidung. Welche Summe Du brauchst, hängt von Markt, Instrument und Risiko pro Trade ab, und Micro-Futures, Optionen und Prop-Firmen haben jeweils eigene Bedingungen und Risiken. Dazu kommen laufende Kosten für Daten und Software.
  • Die Herangehensweise unterscheidet sich. Im Swingtrading stützt Du Dich auf Fundamentaldaten wie den CoT-Bericht, die eine fundierte Ausgangslage geben, aber keinen sicheren Trade. Im Daytrading wertest Du Marktdaten statistisch oder diskretionär aus.
  • Welche Disziplin passt, hängt von Dir ab. Charakter, Risikoprofil und Zeit entscheiden. Ein breites Marktverständnis kommt vor jeder fertigen Strategie.

„Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Trading eine sehr, sehr individuelle Geschichte ist.“

Oliver Sparing im WH-SelfInvest-Webinar
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Über das Webinar

Das Webinar lief im Februar 2024 als Webinar von WH SelfInvest und wurde auf dem YouTube-Kanal von WH SelfInvest Deutschland veröffentlicht. WH SelfInvest ist ein Broker. Moderiert hat Stefan Fröhlich. Oliver war zum ersten Mal Gast in dieser Reihe. Das Format war interaktiv, mit Umfragen und Fragen aus dem Chat. Zwei Punkte aus Olivers Agenda, Risiko und Erwartungshaltung, blieben aus Zeitgründen für ein späteres Mal. Alle Auftritte von Oliver findest Du auf unserer Seite Zu Gast bei.

Wie sich beide Disziplinen im Alltag anfühlen, beschreiben wir im Artikel Welche Trading-Disziplin passt zu Dir?.

Hinweis: Das Video ist eine Aufzeichnung aus dem Jahr 2024. Marken- und Firmennamen sowie Angaben zu Kosten und Angeboten im Video entsprechen dem damaligen Stand.

Daytrading- und Swingtrading-Ausbildung
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Häufige Fragen
Was unterscheidet Daytrading und Swingtrading bei der Haltedauer?

Im Daytrading eröffnest und schließt Du einen Trade am selben Tag, egal ob er eine Minute oder zehn Stunden dauert. Im Swingtrading hältst Du ihn nach der Arbeitsdefinition im Webinar zwischen zwei Tagen und etwa drei Monaten. Was darüber hinausgeht, gilt eher als Positionstrading.

Brauche ich für Daytrading oder Swingtrading mehr Kapital?

Das hängt von Markt, Instrument und Risiko pro Trade ab. Im Daytrading lässt sich das Risiko pro Trade deutlich weiter senken, etwa mit Micro-Futures, dafür bist Du weniger Zeit im Markt. Micro-Futures sind kleinere Kontrakte, ein kleines Konto reicht dadurch aber nicht von selbst, denn Risiko und Margin hängen vom konkreten Produkt und vom Broker ab. Im Swingtrading bist Du länger im Risiko, die Stops liegen weiter, und im Webinar gilt ein fünfstelliges Konto, mindestens 10.000, als Richtwert. Im Daytrading kommen Prop-Firmen als zusätzlicher Weg hinzu, auf Dauer ist eigenes Geld bei einem soliden Broker das Ziel. Welche Summe zu Deiner Situation passt, klären wir im Strategiegespräch.

Warum spielen Fundamentaldaten im Swingtrading eine größere Rolle?

Je länger Du im Trade bist, desto mehr Einfluss haben fundamentale Faktoren auf den Kurs. Im Swingtrading kannst Du sie nutzen, etwa den CoT-Bericht, saisonale Muster oder die Terminstruktur im Rohstoffhandel. Sie verschaffen Dir eine fundierte Ausgangslage, aber keinen sicheren Trade.

Was ist der Unterschied zwischen statistischem und diskretionärem Daytrading?

Beim statistischen Trading folgst Du einem festen Regelwerk, das sich mathematisch und algorithmisch abbilden lässt. Beim diskretionären Trading wertest Du objektive Marktdaten mit Deinem Kopf aus und handelst auf Basis Deiner Erfahrung. Viele Berufstrader gehen heute diskretionär vor.

Sind Zertifikate und Optionsscheine OTC-Produkte?

Nicht pauschal. Zertifikate und Optionsscheine gibt es außerbörslich und an der Börse. CFDs schließt Du dagegen direkt mit dem Anbieter ab, der den Preis stellt. Reguläre Börsen bieten standardisierte Kontrakte und ein einsehbares Orderbuch, etwa bei Futures, Aktien, ETFs und Optionen. Optionen sind dabei nicht mit Optionsscheinen zu verwechseln.

Oliver Sparing
Oliver Sparing
Gründer & Head of Trading · TradeNeon
Oliver Sparing handelt seit 2011 aktiv an den Finanzmärkten. Seine beruflichen Wurzeln liegen im Edelmetallhandel in Hamburg; 2017 lernte er an einem Londoner Trading Floor. Bei TradeNeon leitet er die Daytrading- und die Swingtrading-Ausbildung und verantwortet die fachliche Entwicklung der Trading-Methodik, mit Schwerpunkt auf Orderflow, Marktstruktur und fundamentalen Marktdaten. Daraus sind Level of Interest, Futures Insights und Lab of Trades entstanden. Plattformen wie ATAS, Bookmap und WH SelfInvest laden ihn regelmäßig als Gast ein. Alle Auftritte